Hat den Durchblick verloren: Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (91).
Hat den Durchblick verloren: Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (91). AFP/Luca Bruno

Jetzt scheint bei ihm auch die letzte Sicherung durchgebrannt zu sein. Der einstige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (91) sorgt für gleich mehrere Skandale innerhalb von 24 Stunden. Ex-Formel-1-Boss Ecclestone völlig gaga: Rassismus-Eklat, Putin-Liebe und Ukraine-Schuld! 

Die Formel 1 kommt nicht zur Ruhe. Nein, weder Max Verstappen noch Lewis Hamilton (zumindest nicht direkt) haben mit den neuesten Schlagzeilen zu tun. Vielmehr sorgt Ex-Formel-1-Boss Ecclestone für einen Skandal nach dem anderen.

Bernie Ecclestone verteidigt Piquets rassistische Hamilton-Aussagen

Doch der Reihe nach: Kurz vor dem Großen Preis von Großbritannien am Sonntag (16.00 Uhr, RTL und Sky) waren ältere Aussagen Nelson Piquets (69) aufgetaucht, in denen der Brasilianer Hamilton verunglimpft hatte. Der Ex-Champion bestritt inzwischen einen rassistischen Hintergrund seiner Worte. Die Formel 1, der Weltverband Fia sowie eine Reihe von Piloten und Teams sprangen Hamilton zur Seite.

Nicht so Ecclestone. Der behauptete am Donnerstag in einer TV-Sendung, Piquet würde nie absichtlich etwas Schlimmes sagen. Hamilton selbst schüttelte nur den Kopf, sagte über Piqeut und Ecclestone: „Sie sind aus der Zeit gefallen und nicht bereit, sich zu ändern.“ Der Mercedes-Pilot weiter: „Diese alten Stimmen repräsentieren nicht die moderne Formel 1. Man sollte ihnen keine Plattform mehr geben.“

Bernie Ecclestone würde für Putin durchs Feuer gehen

Doch Ecclestone scheint derzeit in Plauderlaune zu sein. Keine 24 Stunden nachdem er Piquet verteidigte, sorgte er für Entsetzen, indem er erklärte, er würde trotz der russischen Invasion in der Ukraine noch immer für Wladimir Putin „durchs Feuer gehen“. Der Kremlchef sei eine „erstklassige Persönlichkeit“.

Ecclestone weiter: „Er tut das, von dem er dachte, dass es das Richtige für Russland ist.“ Der 91-jährige Brite deutete zwar an, dass Putin Fehler gemacht habe, doch das passiere eben. Man müsse dann schauen, dass man so gut wie möglich wieder aus der Situation herauskomme.

Bernie Ecclestone: Ukraine schuld am russischen Angriffskrieg

Den Tod Tausender unschuldiger Menschen in der Ukraine habe Putin mit der Invasion nicht willentlich in Kauf genommen, behauptete Ecclestone. Die Verantwortung für den Krieg sieht der Milliardär hingegen beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der habe es verpasst, mit Putin zu sprechen. „Hätte er sich genug Gedanken gemacht, dann hätte er sich bemüht, mit Putin darüber zu reden“, sagte Ecclestone. Der russische Präsident sei ein vernünftiger Mensch, der zuhöre und „etwas getan“ hätte.

Für den Rennsport spricht Ecclestone mit seiner Verehrung für Putin nicht. Ein Formel-1-Sprecher bezeichnete die Äußerungen als „persönliche Meinung“, die „im starken Kontrast zu der Position moderner Werte in unserem Sport steht“.

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