Paderborn gegen den FC Bayern, David gegen Goliath, Klein gegen Groß: Die Bundesliga braucht die kleinen Teams ebenso wie die Spitzenkräfte. imago-images

Man kann nicht mit so einem tiefen Einschnitt, mit so einer tiefgreifenden Krise rechnen. Kann deshalb in so einem Fall keinen Plan B parat haben. Das stimmt schon, deshalb sind Vorwürfe an die Fußballmacher auch unangebracht.

Und doch zeigt sich in diesen Tagen im Zuge der Corona-Krise, wie verletzlich das System des Profifußballs ist. Verletzlich, weil alles auf das Hier und Jetzt getrimmt war. Weil sich alle haben treiben lassen von einem gnadenlosen Wettbewerb. Die wenigsten Vereine haben bei dieser Hatz Rücklagen geschaffen, haben teilweise ohne Bedacht ausschließlich in Beine investiert. Als gäbe es im Fußball kein Morgen. Spiel mit, nach unseren Regeln, oder stirb, und wenn du Schwäche zeigst, absteigst, fällst, dann bist du eben raus, lautete das Gesetz der Fußballmächtigen, die zuletzt ganz benebelt waren von immer neuen Wachstumszahlen.

Nun, da der Profifußball in existenzielle Nöte geraten ist, ist allerdings ein Umdenken, ein neues Miteinander gefordert. Solidarität darf nicht mehr nur als Wort in die Diskussion eingebracht werden, die Tat muss schon bald folgen, damit die kleinen Klubs nach dem noch nicht abzusehenden Ende der Krise eine Chance zum Neuanfang haben. Denn ohne die Kleinen im Fußball ist der große Fußball nicht denkbar.

Ein paar scheinen den Ernst der Lage schon erkannt zu haben, aber noch viel zu wenige. Für den Moment kann man den Hauptdarstellern im Profifußball nur Folgendes mit auf den Weg geben: Helft euch selbst, dann hilft euch der Fußballgott!