Agnes Tirop war Kenias großes Laufwunder. Mit nur 25 Jahren wurde sie Opfer eines Gewaltverbrechens. Foto: Imago Images/Stanford

Nach dem gewaltsamen Tod der Olympia-Vierten Agnes Tirop aus Kenia hat die Polizei den Lebensgefährten der Leichtathletin verhaftet. Der Hauptverdächtige in dem Fall sei bei einem Fluchtversuch in einem Vorort von Mombasa gestoppt worden und werde nun befragt, teilte die Polizei in Kenia in der Nacht zum Freitag mit. Die Straßenlauf-Weltrekordlerin Tirop war am Mittwoch tot in ihrem Haus in Iten im Nordwesten des Landes aufgefunden worden.

Der Lebensgefährte stehe unter Verdacht, die Läuferin erstochen zu haben, teilte die Polizei weiter mit. Ihr lebloser Körper sei mit Stichwunden gefunden worden. Anschließend sei ihr Lebensgefährte abgetaucht, bis er nun von der Polizei aufgespürt wurde. Nach Angaben der Behörden war der Mann auf dem Weg ins Ausland, um einer möglichen Verhaftung zu entgehen. Er soll nun wegen Mordes angeklagt werden.

Kenia habe ein Juwel verloren, hatte der Leichtathletik-Verband des Landes erklärt. Man sei außer sich vor Trauer um die aufstrebende Läuferin. Tirop hatte vor einem Monat bei einem Rennen in Herzogenaurach einen Weltrekord über zehn Kilometer auf der Straße in reinen Frauenrennen aufgestellt. Die 25-Jährige holte zweimal WM-Bronze über 10 000 Meter und nahm für Kenia an den Olympischen Spielen in Tokio teil, wo sie im August Vierte über 5000 Meter wurde. Bereits als 19-Jährige gewann Tirop 2015 den WM-Titel im Cross.

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