Dresdner Fans bedanken sich nach Spielende bei ihrer Mannschaft nach dem 0:0 der Dynamos auf dem Lauterer Betzenberg. dpa/Uwe Anspach

Erstliga-Kulisse, Zweitliga-Traum und Drittliga-Fußball: Nach einem wilden, zerfahrenen und chancenarmen Relegationshinspiel blühen die Hoffnungen bei Dynamo Dresden, dass im Rückspiel gegen den Drittligadritten Kaiserslautern am Dienstag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) der Klassenerhalt dingfest gemacht werden kann.

Keine Tore, kein Sieger, kein wirklicher Vorteil: Das 0:0 am Freitagabend vor 46.895 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion strapazierte sichtlich die Nerven von Spielern und Fans. Kein Wunder, dass sowohl der neue FCK-Trainer Dirk Schuster als auch sein weiter glückloser Dynamo-Kollege Guerino Capretti ihre Mannschaften starkredeten.

Dresdens Coach Capretti hofft auf die Fans der Sachsen

Ausdrücklich lobten Schuster und Capretti auch ihre Fans, die bei dem Hochrisikospiel penibel getrennt einen Höllenlärm veranstalteten. „Diese Leidenschaft brauchen wir für das Rückspiel – die Fans waren teilweise lauter als das ganze Heimstadion“, setzt Dresdens Coach auf den zwölften Mann am Dienstag. Auch prima: Nach Polizeiangaben blieb es aber bis auf Sachbeschädigungen weitgehend ruhig rund um den Betzenberg.

„Ich bin mit der Ausgangsposition zufrieden. Im nächsten Spiel werden wir unsere Angriffe vortragen, wir werden Tore schießen“, versprach Capretti, der seit seinem Amtsantritt Anfang März noch auf einen Sieg mit den Sachsen wartet.

Dresdens Löwe hat keine Angst vor Ex-Klub Kaiserslautern

Nach inzwischen 18 sieglosen Spielen in Serie muss bei den Sachsen im Harbig-Stadion nun im Rückspiel gegen die Pfälzer der Knoten platzen, so man sich nicht auf das Glücksspiel Elfmeterschießen verlassen will. Auch gut für Dynamo, dass es die Auswärtstor-Regel nicht mehr gibt, sonst hätte den Roten Teufeln jedes Unentschieden – außer einem torlosen Remis – gelangt, um aufzusteigen.

„Wir haben leidenschaftlich verteidigt und den Punkt verdient mitgenommen“, sagte der frühere FCK-Profi Chris Löwe. „Wir haben gesehen, wir brauchen keine Angst haben vor Lautern.“

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