Für Dynamo und seinen  Sport-Geschäftsführer Ralf Minge kommt es knüppeldick. Foto: dpa

Das ist der Schock vorm geplanten Neu-Start im deutschen Profifußball. Zweitligist Dynamo Dresden meldet zwei weitere positive Corona-Fälle, der komplette Kader sowie der Trainer- und Betreuerstab wurden in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt. Heißt auch: 14 Tage keine Übungseinheiten und schon gar kein Spielbetrieb. Das sportliche Comeback der Sachsen nach zweimonatiger Corona-Zwangspause sollte am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) bei Hannover 96 steigen. Geplatzt.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) teilte mit: „Dynamo Dresden hat uns Liga vorab darüber informiert. Wir werden zu Beginn der kommenden Woche das weitere Vorgehen mit Blick auf die Ansetzungen des Klubs festlegen.“ Klingt schwer danach, als müsste Dresden - ein Überstehen der Quaränte ohne Folgen vorausgesetzt - dann in noch mehr englischen Wochen das Wunder vom Klassenerhalt angehen. Viel Glück.

Dynamo ist der erste Klub aus den beiden Profiligen, der allen schon vor dem geplanten Wiederbeginn die Wackligkeit des ganzen Unternehmens "Saison auf jeden Fall beenden" vor Augen führt. Die beiden neuen Corona-Fälle sind das Ergebnis der dritten Testreihe bei Dynamo. Beim ersten Mal war das verflixte Virus bei einem Dynamo-Profi nachgewiesen worden, er befindet sich seit dem 3. Mai in Quarantäne. Bei der zweiten Testung am 4. Mai  gab es keinen positiven Fall. Die beiden nun betroffenen Spieler sind symptomfrei, Namen nannte der Klub nicht.

Gesundheitsamt schließt Dynamo weg 

Zum Zeitpunkt der ersten Untersuchung hatte die Mannschaft noch in Kleingruppen ohne Körperkontakt trainiert, seit vergangenem Donnerstag befinden sich die Sachsen  im normalen Mannschaftstraining. Das zuständige Gesundheitsamt in Dresden bewertete den neuen Fall offenbar vor diesem Hintergrund anders als den positiven Test aus der ersten Runde und ordnete eine Quarantäne für das gesamte Team an.

Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge ist bedient: „Wir haben in den zurückliegenden Wochen sowohl personell als auch logistisch einen enormen Aufwand betrieben, um alle vorgeschriebenen medizinischen und hygienischen Maßnahmen strikt umzusetzen.“ Jetzt bleibt nur der ständige Austausch mit dem Gesundheitsamt und der DFL. Minge: „Fakt ist, dass wir in den kommenden 14 Tagen weder trainieren noch am Spielbetrieb teilnehmen können.“ Und wenn es nur bei den zwei Wochen bleibt, wartet nach der medizinischen Herausforderung die sportliche Herkulus-Aufgabe ...