Romain Grosjean gefangen im Flammenmeer imago images/Motorsport Images

Unfälle gibt es in der Formel 1 immer wieder. Aber so dramatische Szenen wie am Wochenende gab es lange nicht mehr. In Bahrain überlebte  Romain Grosjean ein Feuer-Inferno. Noch vor Jahren wäre sein Unfall wohl tödlich geendet. 

Die Bilder sind schockierend. In letzter Sekunde springt der Franzose aus dem Flammenmeer seines Rennwagens.  Das zeigt auch das Video, das jetzt veröffentlicht wurde: 

 

Warum kam Grosjean so glimpflich davon? Die Sicherheitsmaßnahmen in der Formel 1 wurden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer weiter verbessert. Nur deshalb hatte er die Chance zu überleben. 

Der stabile Überrollbügel,  die extrem steife Monocoque-Zelle und das aus Kohlefaser- und Aluminium-Waben gebaute Fahrgestell schützten den Fahrer beim Aufprall. Zwar wurde der Haas-Renner in zwei Teile geteilt – die eigentliche Überlebenszelle hielt dem Aufprall jedoch stand.

Warum aber ging das Auto sofort in Flammen auf? "Weil der gesamte hintere Teil abgetrennt wurde, lag die Tankblase völlig frei", erklärte der ehemalige F1-Konstrukteur und heutige TV-Experte Gary Anderson. "Dazu kommt, dass sich in dieser Region des Autos auch noch die unter Hochspannung stehenden Batterien befinden – das ist natürlich eine kritische Mischung."

Insgesamt 27 Sekunden war Grosjean im Feuer gefangen. Dann erst konnte er sich selbst aus dem Auto befreien und über die Leitplanke springen.

Bahrain: Streckenposten waren schnell zur Stelle. 
Foto: Kamran Jebreili/Pool AP/dpa 

Geschützt wurde er dabei von einem neuen Overall. Die Anforderungen an die Kleidung der Fahrer wurden zuletzt auch weiter erhöht. Erst zum Start dieser Saison ist eine zusätzliche Schicht feuerfesten Materials verpflichtend. 

Ebenfalls lebensrettend: Streckenposten mit Feuerlöschern und der Rennarzt Ian Roberts waren sehr schnell zur Stelle.

Es kamen also sehr viele glückliche Faktoren zusammen, die Grosjean retteten. Hätte der Fahrer beim Aufprall das Bewusstsein verloren, wäre das wohl anders gewesen. So konnte er sich selbst befreien. Der Weltverband Fia gibt übrigens vor, dass die Fahrer immer in der Lage sein müssen, innerhalb von sieben Sekunden aus dem Auto zu kommen. Das wird auch regelmäßig geübt und überprüft. 

Grosjean geht es nach dem Horror-Crash schon deutlich besser. Im Krankenhaus diagnostizierten die Ärzte Verbrennungen zweiten Grades an den Händen. Der Verdacht auf einen Rippenbruch und Brüche an zwei Zehen bestätigten sich nicht. Über die sozialen Medien richtete er sich an seine Fans: