Der beste deutsche Eishockey-Spieler muss weiter auf die Erfüllung seines Traums warten. Foto: Imago Images

Der große Traum vom Stanley Cup ist für dieses Jahr ausgeträumt, Leon Draisaitl muss 2021 einen erneuten Anlauf auf seine Endstation Sehnsucht nehmen. „Wir haben unser Toplevel nie erreicht, und dafür ist die Liga einfach zu gut", sagte der 24-Jährige nach dem 1:3 der Edmonton Oilers in der Play-off-Qualifikationsserie gegen die Chicago Blackhawks.

Draisaitl, Topscorer der Hauptrunde, blieb im entscheidenden vierten Match im heimischen Rogers Place ohne Torbeteiligung. „Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht, die uns in dieser Phase der Saison nicht passieren dürfen", sagte der Nationalspieler: „Das ist sehr frustrierend, weil wir mit hohen Erwartungen in die Serie gestartet sind. Jetzt sind wir in unserer eigenen Arena nur noch Zuschauer, das tut weh.“

Draisaitl kann in dieser Saison dennoch auf zwei individuelle Auszeichnungen hoffen. Der gebürtige Kölner gehört nicht nur zu den drei Finalisten um den Ted Lindsay Award für den herausragenden Profi der regulären Saison durch die Spielergewerkschaft NHLPA. Er ist auch einer von drei Kandidaten für die Hart Memorial Trophy, mit der die NHL den wertvollsten Spieler der regulären Saison (MVP) auszeichnet.

Jede dieser Trophäen würde Draisaitl gerne für die eine große eintauschen. „Es ist eine Ehre, nominiert zu werden, und natürlich bin ich da auch stolz drauf“, sagte er erst neulich:„ Aber nichts übertrumpft den Stanley Cup.“

Den wollen die Oilers in der kommenden Saison erneut mit aller Kraft angreifen. Aus der kanadischen Junior Hockey League soll der hochbegabte Flügelstürmer Alexis Lafreniere nach Edmonton kommen, allerdings ist die halbe Liga hinter dem 18-Jährigen her. "Wir müssen jetzt erstmal wieder zu uns finden", sagte Tippett, "dann beginnen wir mit den Überlegungen für das nächste Jahr."