Premiere im Internet: Der DFB-Bundestag tritt zusammen. Foto: Imago Images

Eine Ohrfeige für die Landesverbände von Sachsen und Sachsen-Anhalt: Der Weg für die Fortsetzung der 3. Liga ist frei. Beim virtuellen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stimmten am Montag 94,9 Prozent der 253 Delegierten für einen entsprechenden Antrag - und damit gegen den Antrag der Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt, die Saison wegen der Corona-Pandemie abzubrechen. Laut DFB-Plan soll ab dem 30. Mai wieder der Ball in der 3. Liga rollen, eine eingerichtete Taskforce soll sich um die wirtschaftliche Stabilität der Liga kümmern.

"Das klare Votum hat gezeigt, dass die Lautesten nicht immer Recht bekommen. Wir haben gelebte Demokratie erlebt", sagte Keller: "Ich hoffe und freue mich, wenn wir alle irgendwann wieder bei einer Wurst und einem Bier am Platz stehen und unseren geliebten Sport genießen können."

Auch der Antrag aus dem Saarland zur Einführung einer zweigleisigen 3. Liga mit jeweils 18 Mannschaften ab der kommenden Saison wurde abgeschmettert. Zudem stimmten die Delegierten zu, dass der DFB-Vorstand künftig alle relevanten Fragen im Zuge der Coronakrise regeln kann. Dies obliegt normalerweise dem DFB-Bundestag.

Somit würde der DFB-Vorstand über einen vorzeitigen Saisonabbruch entscheiden und als Folge unter anderem auch über die Wertung der abgebrochenen Spielzeit, die Regelung von Auf- und Abstieg sowie Änderungen des Wettbewerbsmodus' entscheiden.

Reine Formsache war auch die Abstimmung über eine Fortsetzung der Frauen-Bundesliga. Schon im Vorfeld hatten sich die Vereine darauf geeinigt, dass die Spielzeit am kommenden Freitag wieder aufgenommen wird.