Für Hans Lindberg & Co. ist die Saison zuende. Foto: Bernd König/Imago Images

Berlin - Jetzt ist es fix! In einer Videokonferenz am Dienstagmittag haben die Liga-Bosse der HBL sich mehrheitlich für einen Abbruch der Saison entschieden. Gewertet werden soll die Spielzeit mithilfe der Quotienten-Regel.

„Ein Wiedereinstieg ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr machbar“, begründete Liga-Präsident Uwe Schwenker den Entschluss.

Die 36 Klubs der 1. und 2. Liga konnten seit letztem Freitag ihr Votum abgeben. Das Resultat: Mit deutlicher Mehrheit wurde für einen Abbruch gestimmt. Damit beendet der THW Kiel die Saison als Meister, spielt mit Flensburg im nächsten Jahr in der Champions League.

Füchse sind zum ersten Mal seit 2011 international nicht mehr dabei

Eigentlich bleibt in der Tabelle trotz der angewandten Quotienten-Regelung alles beim Alten – nur die Füchse trifft es doppelt hart. Die müssen nämlich ihren Europapokal-Platz für die Rhein-Neckar-Löwen räumen und sind seit 2011 erstmals nicht international dabei.

Eine mittelschwere Katastrophe, denn dadurch erleiden die Berliner nicht nur sportliche einen herben Rückschlag, sondern müssen besonders finanziell schauen, wie sie über die Runden kommen. Und das betrifft auch die nächste Saison.

Noch ist nicht sicher, welche Sponsoren zukünftig in welchem Umfang unterstützen könnten. Und bezüglich der zweiten Haupteinnahme-Quelle, dem Ticketing, herrscht ebenfalls Ungewissheit. Denn aktuell weiß keiner, ab wann Spiele – wenn sie wieder stattfinden – für Publikum zugänglich sein werden.