Bei der DFB-Elf soll es einen Corona-Fall gegeben haben. Offenbar handelt es sich um Bayern-Star Niklas Süle. Imago/regios24/nordphoto

Am Donnerstag soll die Deutsche Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen den Fußballzwerg aus Liechtenstein eintreten. Doch die Vorbereitung für da Spiel leidet nun stark! Der Grund: Einer der nominierten Nationalspieler hat sich mit dem Coronavirus infiziert. 

Corona beim DFB: Training abgesagt

Aufgrund der Infektion wurden die Team-Besprechung und das Mannschaftstraining am Dienstag abgesagt. Stattdessen stehen individuelle Trainingsprogramme im Team-Hotel auf dem Plan, heißt es vonseiten des DFB. Eigentlich hätte eine Einheit mit Ball auf dem Trainingsgelände des VfL Wolfsburg stattfinden sollen.

Um welchen Spieler es sich handelt, teilte der DFB nicht mit. Laut Informationen der Bild soll es sich um Bayern Münchens Abwehr-Riesen Niklas Süle handeln. Laut dem Blatt soll Süle über einen vollständigen Impfschutz verfügen. Beim Rekordmeister hatte gerade erst Trainer Julian Nagelsmann eine Corona-Infektion überstanden. 

Corona beim DFB: Schlagzeilen zuletzt um den FC Bayern

Der Verein war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, da Mittelfeld-Antreiber Joshua Kimmich seine Nichtimpfung mit irreführenden Aussagen über Langzeitstudien und vermeintlich spät auftretende Nebenwirkungen begründete. Doch selbst die für ihre Vorsicht bekannten Experten von der STIKO gibt es bei Impfstoffen, die ohnehin schon nach wenigen Tagen aus dem Körper ausgeschieden werden, keine Langzeitfolgen. 

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Bayern-Star Joshua Kimmich trifft bei der Nationalmannschaft ein. Imago/regios24

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In der Wissenschaft sei man sich einig, dass spät auftretende Nebenwirkungen nach einer Impfung „nicht vorkommen, beziehungsweise eine extrem seltene Rarität bei einzelnen Impfstoffen“ gewesen seien, sagte der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens und verwies auf die hohe Zahl verabreichter Impfstoffe. „Man muss bedenken, dass mittlerweile sieben Milliarden Dosen an Menschen mit Covid-19-Impfstoff verimpft worden sind“, sagte der Virologe. „Dass es bei der Anwendung eines Impfstoffes über knapp ein Jahr keine Zehnjahres-Beobachtungsstudien geben kann, ist klar.“ Das gelte aber nicht nur für jeden anderen neuen Impfstoff, sondern auch für jedes neue Medikament.

Was bedeutet Süles Infektion für Joshua Kimmich?

Und was bedeutet die Infektion von Kimmichs Vereins- und Nationalmannschaftskollege Süle nun für Joshua Kimmich? Wie der DFB auf seiner Website bekanntgab wurden vier weitere Spieler der Nationalmannschaft vom örtlichen Gesundheitsamt in Quarantäne gesteckt, da sie „im Rahmen der Kontaktverfolgung als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft“ wurden.

Unter den vier Spielern soll laut Bild auch der ungeimpfte Joshua Kimmich sein. Neben ihm seine Bayern-Kollegen Serge Gnabry und Jamal Musiala, sowie Salzburg-Profi Karim Adeyemi. Alle fünf Spieler sollen sicherheitshalber aus dem Mannschaftsquartier abreisen. 

Bislang wurde nur die Nachnominierung des Leverkuseners Jonathan Tah bestätigt, der den Kaderplatz des infizierten Niklas Süle einnehmen dürfte. Zudem sollen die Wolfsburg-Profis Ridle Baku und Maximilian Arnold, sowie Monaco-Legionär Kevin Volland kurzfristig zur Mannschaft stoßen. 

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff verwies darauf, dass während der Länderspielmaßname „die Hygiene- und Verhaltensregeln konsequent“ umgesetzt würden. Der infizierte Spieler sei zudem symptomfrei. 

DFB gibt keine Auskunft über Impfstatus der Spieler

Zusammen mit Teamarzt Dr. Tim Meyer trat Oliver Bierhoff am Dienstag Mittag vor die Presse. Der sagte: Die Anordnung des Gesundheitsamts alleine könne nicht zwingend als Folge einer fehlenden Corona-Impfung gewertet werden. „Grundsätzlich ist es so, dass die Impfung eines der Kriterien ist.“ Auch „die Intensität und die Dauer der Kontakte“ werde einbezogen. Laut grundsätzlicher Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) müssen enge Kontaktpersonen ohne Symptome nicht mehr in Quarantäne, wenn sie geimpft sind.