Sha'Carri Richardson freute sich noch vor zwei Wochen über ihren Sieg im 100-Meter-Sprint bei den Olympic-Trials. Foto: AP

Die US-Sprinterin Sha'Carri Richardson ist positiv auf Cannabis getestet worden und verpasst damit zumindest das 100-Meter-Rennen der Frauen bei den Olympischen Spielen in Tokio. Sie wurde nach ihrem Sieg am 19. Juni bei den US-Olympia-Trials in Eugene getestet, es gab dann einen positiven Befund auf die in Marihuana enthaltene Substanz THC. Aus diesem Grund wurde ihr Erfolg bei den Trials gestrichen und Richardson für 30 Tage suspendiert.

„Ich möchte Verantwortung für mein Handeln übernehmen“, sagte die 21-Jährige, die als eine der Gold-Favoritinnen galt, am Freitag in der US-amerikanischen „Today Show“. „Ich weiß, was ich getan habe. Ich weiß, was ich tun soll, was ich nicht tun darf und ich habe diese Entscheidung trotzdem getroffen.“

Richardson hatte vor kurzem ihre Mutter verloren, was der Auslöser für ihr Handeln gewesen sein soll. „Ich war definitiv getriggert und geblendet von Emotionen, geblendet vom Schmerz und dem Verstecken des Schmerzes“, sagte die Sprinterin. Auf diese Art und Weise habe sie versucht, ihren Schmerz zu verstecken.

Der US-Leichathletikverband Ustaf teilte mit, dass die Situation von Richardson „für alle Beteiligten unglaublich unglücklich und verheerend“ sei. Man werde mit Richardson zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass „sie über ausreichende Ressourcen verfügt, um jetzt und in Zukunft alle psychischen Herausforderungen zu bewältigen“, hieß es in der Mitteilung.

Ihre Suspendierung endet am 27. Juli, sodass sie zumindest die Chance hätte, im olympischen Staffelrennen für die USA eingesetzt zu werden. Dazu äußerte sich der Verband nicht.

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