In Kampfesstimmung: Füchse- Manager Bob Hanning wettert gegen Martin Schwalb. Foto: imago images/Camera 4

Volle Breitseite für Martin Schwalb! Für Bob Hanning, den Vizepräsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB), ist eine Absage der Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten „keine Option. Über Dinge, die man nicht diskutieren kann, braucht man auch nicht zu diskutieren. Das ist alles populistisch. Diese WM wird stattfinden“, sagte der 52-Jährige.

Am Montag hatte Martin Schwalb, Trainer des zweimaligen deutschen Meisters Rhein-Neckar Löwen, die Austragung der WM infrage gestellt. Vor allem die Belastung für Nationalspieler sei zu hoch. „Grundsätzlich sollten alle darüber nachdenken, was momentan das Beste für den Handball ist. Deshalb muss man auch über die Austragung der WM zumindest diskutieren“, hatte der 57-Jährige als Forderung in den Raum gestellt.

Für Fuchs-Manager Hanning ein Unding. „Wenn es zu einem zweiten Lockdown oder sowas in der Art kommt, dann wird man sicherlich noch mal darüber nachdenken“, sagte er: „Aber unter den jetzt gegebenen Umständen wird die WM sicherlich stattfinden. Alle würden gut daran tun, sich mit den Dingen so zu beschäftigen, dass sie die beste Lösung für ihre Spieler rauskriegen.“

Hanning stellte seine Spieler vor die Wahl

Bei den Füchsen steht in der Saison ab Oktober vor allem die Belastungssteuerung der Nationalspieler im Vordergrund. Es sei möglich, dass in gewissen Spielen gewisse Akteure nicht zum Einsatz kommen, sagte Hanning. Da müsse „jeder Verein das Risiko dementsprechend abwägen“.

Er habe seinen Spielern auch angeboten, im kommenden Jahr nicht international spielen zu müssen: „Das hat aber keiner angenommen. Wenn man die Spieler fragen würde, ob sie einen zweiten Lockdown wollen oder mehr Spiele, dann ist die Antwort doch klar.“

Wegen der Corona-Pandemie startet die Bundesliga erst im Oktober und somit einen Monat später als geplant. Außerdem stehen wegen einer Aufstockung der Liga von 18 auf 20 Mannschaften 38 statt der sonst üblichen 34 Spieltage an.