Comebacker Lukas Reichel (l.) und Marcel Noebels konnten gegen die USA keinen Treffer erzielen.  Imago/Just Pictures

Auf den Rausch der Anfangsphase mit dem Höhepunkt eines 3:1 gegen Kanada folgt allmählich der WM-Kater. Durch das 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) gegen die USA spielt das Team von Bundestrainer Toni Söderholm am Dienstag ausgerechnet gegen Gastgeber Lettland (19.15 Uhr, Sport1) um den Einzug in das Viertelfinale und gegen das vorzeitige Ausscheiden in Riga.

Gute Erinnerungen an Riga

Mit dem Turnierdebüt von NHL-Profi Dominik Kahun und der Rückkehr von Eisbären-Stürmer Lukas Reichel, der sich rasch von einem Check im Spiel gegen Kasachstan gegen den Kopf erholt hat, erhöhten sich die offensiven Optionen im Vergleich zu den vorherigen Niederlagen gegen Kasachstan (2:3) und Finnland (1:2). Dennoch gelang es den DEB-Cracks zu selten, in einem an sich gefälligen Auftritt die US-Defensive zu überraschen und wirklich gefährliche Torgelegenheiten zu kreieren. Und die erste von zwei Unterzahlen reichte aus, um gegen die US-Boys entscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Eisbären-Stürmer Marcel Noebels sagte hinterher: „Wir haben viel richtig gemacht, aber leider kein Tor geschossen. Der Ausgleich wäre verdient gewesen, aber damit müssen wir leben.“

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Jetzt gilt es, den erneuten Dämpfer wegzustecken und sich voll auf das Match gegen den Gastgeber zu konzentrieren. Bei einer Niederlage gegen Lettland zählt auch nicht mehr, dass beim 3:1 gegen Kanada Historisches geleistet wurde und der Eisbären-Torwart Mathias Niederberger einen Arbeitstag nach Lehrbuch hinlegte.

Allerdings hat das deutsche Team gute Erfahrungen gesammelt, in Riga gegen Lettland eine Art Endspiel zu bestreiten. 2017 qualifizierte man sich hier für die Olympischen Spiele in Südkorea. Ein ähnliches Erweckungserlebnis braucht es dreieinhalb Jahre später wieder.