Nach 234 Kilometern war Maximilian Schachmann auf der Zielgeraden ziemlich erschöpft.  Foto: dpa

Ziemlich kaputt stand Berlins Maximilian Schachmann (27) im Ziel der alten Formel-1-Rennstrecke nahe des Mount Fuji. Auch der lobende Schulterklopfer von Tour-Sieger Tadej Pogacar (Slowenien) munterte den deutschen Meister nicht wirklich auf: „Das war nicht die optimale Vorbereitung. Wir waren gestern eingesperrt nach diesem Positivfall. Wir wussten erst heute Morgen, dass wir starten dürfen“, schilderte der Radprofi die turbulenten Stunden nach dem positiven Test beim Edelhelfer Simon Geschke (35/Berlin).

So musste Schachmann, der für Olympia auf die Tour verzichtet und sich in Spanien und Andorra akribisch vorbereitet hatte, über Platz zehn reden – und nicht über eine mögliche Medaille. „Ich will das nicht komplett auf gestern schieben. Wir bewegen uns in einem Bereich, da geht es um Bruchteile eines Prozents. Mir haben fünf Kilometer gefehlt“, haderte er.

Fünf von 234 brutal schweren Kilometern, auf denen Schachmann schon am steilen Mikuni-Pass abgehängt war, sich wieder zurückkämpfte. Und doch war er am Ende gegen die entscheidende Attacke von Richard Carapaz (Ecuador) chancenlos. Der Tour-Dritte holte Gold vor Belgiens Alleskönner Wout van Aert und Pogacar.

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