Berlins Halbmittelgewichtler Abass Baraou hat am Samstagabend den Argentinier Damian Chaves genau im Blick. Foto: Imagi/Jan Huebner

Profiboxen der Spitzenklasse am Sonnabend im Berliner Tempodrom. Halbmittelgewichts-Ass Abass Baraou (27) kämpft gegen den Argentinier Brian Damian Chaves (29) um den IBO-Interconti-Titel (Sport1 ab 23 Uhr/Kampfabend ab 20 Uhr über Livestream Sport 1).

Für den Berliner soll der Kampf ein Türöffner zu Höherem sein. Baraou: „Bis zum Jahresende will ich fit für einen WM-Kampf sein.“

Ex-Sauerland-Boxer Baraou wechselte samt der Manager Kalle und Nisse Sauerland zum US-Unternehmen „Wassermann“ und erzählt: „Ich wohne in Berlin, trainiere aber in England bei Adam Booth und Huzaifah Iqbal.“ Abass schwärmt: „Die Zusammenarbeit läuft sehr gut. Die Chemie passt. Ich entdecke jeden Tag neue Herausforderungen. Im Gym herrscht eine gute Dynamik zwischen den Coaches und den Athleten.“

Großer Dank an Ulli Wegner

Baraou hat aber auch nicht vergessen, wo er herkommt: „Bei Ulli Wegner in Berlin habe ich gerade beim Wechsel von den Amateuren zu den Profis viel gelernt, damit ich den Unterschied verstehe. Bei Booth verfeinere ich jetzt meinen Stil.“

An Herzdrücken stirbt Abass nicht, wenn er an Gegner Chaves denkt: „Er ist gut auf den Beinen und auch flink. Trotzdem hat er nicht das Zeug, mir gefährlich zu werden.“

Sophie Alisch gibt Berlin-Debüt

Vom WM-Gürtel träumt auch die Berlinerin Sophie Alisch (20). Sie tritt in ihrem siebenten Profi-Kampf erstmals in ihrer Heimatstadt an. Gegnerin: die Französin Amel Anouar (29). Dazu steigen vom Berliner Olympiastützpunkt auch die Deutschen Meister Paul Wall, Hamsat Shadalow und Murat Yldirim in den Ring.