Nolan Seegert mit seiner Partnerin Minerva Hase (l). Das Berliner Eiskunstlaufduo bangt jetzt in Peking. dpa

Sind die Medaillenträume schon futsch? Eigentlich wollte der Berliner Nolan Seegert mit seiner Eiskunstlaufpartnerin Minerva Hase bei Olympia in Peking durchstarten. Doch jetzt ist alles in Gefahr. Nolan Seegert wurde positiv auf Corona getestet.

Am Mittwochmorgen gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) erst nur bekannt, dass ein Sportler einen positiven Test hat. Am Nachmittag wurde der Name bekannt. Eiskunstläufer Nolan Seegert. Es ist der zweite Fall im deutschen Team, am 23. Januar war ein Betreuer positiv getestet worden.

Seegert sei „weiterhin symptomfrei“ und befinde sich in einem Isolationshotel. Aktuell gebe es einen bestätigten sogenannten Close Contact, erklärte der DOSB weiter. Bei seiner Partnerin Hase war der Test negativ.

Deutschlands Olympia-Chef Dirk Schimmelpfennig gibt aber trotz des bisher einzigen Corona-Falls unter den Athleten Entwarnung: „Wir haben vorher gesagt, dass wir Schwierigkeiten bekommen werden, dass die Schwierigkeit sein wird, die Athleten aus Deutschland ohne Virus nach Peking fliegen zu lassen. Das hatten wir erwartet. Insgesamt muss man sagen, ist die Bilanz mit ganz vielen, die negativ anreisen, die nach ein, zwei, drei Tagen negativ bleiben und damit eine Riesenchance haben, in der Blase virusfrei zu sein, sehr erfreulich.“

Im Eiskunstlauf-Team gibt es noch einen Kontaktfall. Seegert wollte eigentlich mit Minerva Hase beim Kurzprogramm der Paare im Teamevent am Freitag aufs Eis. Daraus wird wohl nichts. Nur wer bei Olympia in Peking zwei negative PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden vorlegen kann, kann die Hotel-Isolation über zehn Tage verkürzen.

Seegert und Hase sind außerdem für den Paarlauf-Wettbewerb am 18. und 19. Februar gemeldet. Vielleicht klappt das ja noch, aber ohne viel gemeinsames Training wird es schwierig.

Lesen Sie hier mehr Sport!