Anabel Nieschlag (r.) und Justus Nieschlag qualifizierten sich in Kienbaum für die Olympischen Spiele. dpa

Kienbaum mag geografisch nur ein winziger Flecken Erde jenseits der östlichen Stadtgrenze von Berlin sein. Aber für die Spitzensportler aus der Region ist der Ortsteil der Gemeinde Grünheide von enormer Bedeutung. Denn Kienbaum ist das Nadelöhr in Richtung Tokio. Wer bei den Olympischen Spielen in Japan abräumen will, kommt hierher, um sich im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum den letzten Schliff zu holen.

In Kooperation mit dem Bundesleistungszentrum stellt der KURIER Olympioniken und ihre Betreuer der Region vor, die in Tokio Großes vorhaben. Als Sportdirektor der Deutschen Triathlon Union musste Jörg Bürgner in den vergangenen Monaten insbesondere auch die besonderen Umstände unter Coronabedingungen berücksichtigen. „Die große Herausforderung bestand darin, die Konzentration und die Motivation aufrechtzuerhalten“, erzählt er. 

Unsichere Lage erschwert Vorbereitung

In Kienbaum fand in der vergangenen Woche auch die Entscheidung statt, welche Frau und welche Mann noch auf den Zug in Richtung Tokio aufspringen darf. Hier haben sich Anabel Knoll und Justus Nieschlag durchgesetzt. Nach dem Tiefpunkt bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro, als die erfolgsverwöhnte Sportart einen herben Rückschlag hinnehmen musste, soll es in Tokio wieder aufwärtsgehen.

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Vorausgesetzt, es findet alles wie geplant statt. „Es werden keine Olympischen Spiele, wie wir sie kennen“, sagt Bürgner. Völkerverständigung werden wir in diesem Jahr definitiv nicht erleben.