Max Verstappen fährt in Zandvoort auf die Poleposition und versetzt seine Fan-Landsleute damit in Ekstase. Foto: Imago/Motorsport Images

Max-Mania an der Nordseeküste! Max Verstappen (23) versetzte seine „Orange-Army“ auf den Tribünen des Dünen-Festivals in Zandvoort in Ekstase. Der „fliegende Holländer“ raste souverän auf die Poleposition zum ersten Niederlande-GP (Sonntag, 15 Uhr, Sky) nach 36 Jahren Pause.

Auf der Überholen-unmöglich-Strecke ist damit alles bereitet für seinen zweiten Heimsieg in acht Tagen nach der Zwei-Runden-Farce von Spa – und die Übernahme der WM-Führung von Lewis Hamilton (36), der nur mit drei Punkten führt und vor seinem Edelhelfer Valtteri Bottas (31) startet.

Hamilton plant Knallstart

Oranje boven in der Formel 1! Die meisten der 70.000 zugelassenen Zuschauer waren natürlich in den Farben des niederländischen Königshauses gekleidet. Und Verstappen will sich mit seinem siebten Saisonsieg seiner Krönung zu Formel-1-König Max I. nähern.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier vor meiner Orange-Army auf der Pole zu stehen“, jubelte Verstappen. „Es ist die beste Startposition, weil es nicht einfach ist zu überholen. Hoffentlich können wir das Rennen zu einem guten Ende bringen.“

Das will Hamilton natürlich schon am Start verhindern. „Es war sehr knapp. Max hat eine Super-Runde hingelegt und verdient die Pole. Aber ich habe ihn gejagt und werde es auch im Rennen tun“, drohte der Brite, der erneut wegen seines Silverstone-Remplers gegen Verstappen ausgebuht wurde.

Vettel und Mick blamieren sich

Bitter verlief das Qualifying für die beiden Deutschen und einen Mexikaner. Neben Mick Schumacher (22) strandeten auch Sebastian Vettel (34) und Verstappen-Helfer Sergio Perez (31) schon im ersten Drittel und starten nur auf den Plätzen 19, 17 und 16. Kurioser Grund: Sie behinderten sich gegenseitig.

Vettel haderte: „Vielleicht waren wir nicht zur rechten Zeit draußen. Aber auch als wir draußen waren, waren wir nicht schnell genug.“ Sein Aston-Martin-Kollege Lance Stroll (22) schaffte es auf Platz zwölf.

Mick entschuldigte sich bei Vettel: „Es gab eine Konfusion mit meinem Teamkollegen (Nikita Mazepin)), der meinte er sei das Nummer-1-Auto. Deshalb habe ich Sebastian nicht kommen sehen. Er ist der letzte Mensch, dem ich im Weg stehen möchte.“

Kubica gibt Comeback

Wegen der Aktion drohte Mick sogar noch eine Strafe, Stunden später war alles ohne Sanktion vom Tisch. Doch das brachte Vettel auch nichts mehr, fürs Rennen hat er wenig Hoffnung auf Punkte: „Man kann hier nicht wirklich überholen. Schaun mer mal, wo wir landen.“

Der Pole Robert Kubica (36), der kurzfristig für den mit dem Coronavirus infizierten Kimi Räikkönen (41) sein Comeback im Alfa Romeo gegeben hatte, steht auf Platz 18.