Das zärtliche Ende eines schmerzhaften Abends: Dario Socci macht seiner Anita im Ring einen Heiratsantrag. Foto: imago/Torsten Helmke

Das war nicht nur was für Fans von fliegenden Fäusten, das war auch was fürs Herz! Berlins Ex-Weltmeister Jack Culcay feierte ein gelungenes Comeback im Ring. Der Held des Abends war aber einer, der reichlich einstecken musste.

Beim niveauvollen und spannenden Kampfabend des Argon-Boxstalls am Sonnabend im ausverkauften Kampfzentrum an der Glockenturmstraße kletterte Culcay 18 Monate nach seinem überzeugenden Sieg über Abrass Barou gegen den Römer Khahil El Hanaz in den Ring.

Beide Boxer bevorzugten die Halbdistanz. Culcay kam das entgegen. Trotzdem vermochte „Golden Jack“ noch nicht so viel Glanz zu verbreiten wie beim Duell gegen Barou.

Culcay muss noch zulegen

Für einen WM-Ausscheidungskampf gegen den in den USA lebenden Russen Bachram Murtazalijew muss Jack trotz eines klaren Punktsieges (98:92, 98:93, 97:93) noch eine Schippe drauflegen. Das sieht auch DBD-Präsident Thomas Pütz so: „Bei Jack ist noch Luft nach oben vorhanden. Man merkte ihm seine lange Ringabstinenz an.“

In einem IBF-Interconti-Kampf setzte sich Argon-Boxer Haro Matevosyan gegen den Venezolaner Johan Perez nach hartem Ringgefecht einstimmig nach Punkten durch. Matevosyan rückte damit an die fünfte Stelle der IBF-Rangliste vor und sieht damit im Halbmittelgewicht in erkennbarer Ferne bereits einen WM-Kampf.

Erst Haue, dann Küsse

Der Italiener Dario Socci wurde beim IBF-Interconti-Fight von Argon-Kämpfer Vincenzo „Il Capo“ Gualterie nach allen Regeln der Boxkunst windelweich geprügelt. Doch Dario fiel nicht um. Und kniete am Ende doch auf dem Ringboden und himmelte seine große Liebe an: „Anita, heirate mich!“ Seine Angebetete sagte Ja und küsste Darios auf die zahlreichen „Veilchen“ im Gesicht. Die Schmerzen waren wie weggepustet, die Halle tobte und jubelte dem glücklichen Paar zu.

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