Mick Schumachers Haas ist nach dem Trainingsunfall so kaputt, dass er nicht rechtzeitig für die Qualifikation repariert werden kann. Foto: dpa/Hasan Bratic

Schock für alle Schumi-Fans! Mick Schumacher (22) verunglückte kurz vor Ende des 3. Trainings zum Monaco- GP (Sonntag, 15 Uhr, Sky) erneut. Nach seinem Casino-Crash im 2. Training krachte er in seinem Haas-Ferrari eine Kurve weiter links in die Leitplanke.

Sein Bolide war so ramponiert, dass es nicht mehr rechtzeitig vorm Qualifying repariert werden konnte. Mick startet damit vom letzten Platz ins Prestige-Rennen, wo überholen fast unmöglich ist.

Was für ein bitteres Monaco-Debüt für den Sohn von Michael Schumacher (52), der hier fünfmal gewann und 2012 seine letzte Pole-Position einfuhr. Davon ist sein Sohn im unterlegenen Haas natürlich noch meilenweit entfernt.

Mick sucht keine Ausreden

Doch vor dem fünften WM-Lauf war er nicht nur erstmals langsamer als sein von vielen belächelter Teamkollege Nikita Mazepin (22). Er war es, nicht der Dreher-König aus Russland, der sich bei der Reifeprüfung Monaco schon vorm Rennen zwei Unfälle leistete.

Das einzig Positive: Mick nahm den Crash sofort auf seine Kappe, suchte keine Ausreden wie den Sand, den Onkel Ralf Schumacher (45) am Donnerstag als Unfallursache vermutet hatte. „Das tut mir wirklich leid“, funkte der Pechvogel, der traurig in die Box trottete und von Ingenieur Gary Gannon (44) getröstet werden musste.

Später sagte Mick: „Natürlich ärgere ich mich. Wir hatten eine gute Chance, mit Williams um die Plätze zu kämpfen.“ Doch er schaute auch schon wieder nach vorn: „Aber nichts ist verloren, wir haben immer noch das Rennen.“

Teamchef tröstet Mick

Teamchef Günther Steiner (56) nahm es ihm nicht krumm: „Er war zu weit innen, zehn Zentimeter vielleicht. Es geht hier so schnell. Es ist eine Enttäuschung, klar. Aber es gehört dazu. Er hat sich entschuldigt und fasst sich selbst an die Nase. Das Leben geht weiter.“

Auch Onkel Ralf spendete Trost: „Das ist Monaco, und das ist hier schon den Besten passiert. Max Verstappen und Charles Leclerc sind hier auch schon vorm Qualifying gecrasht, der Charles ist hier sogar noch nie ins Ziel gekommen.“

Linkes Ding von Leclerc

Das soll sich natürlich heute ändern. Lokalmatador Leclerc schaffte es nach seiner überraschenden Trainingsbestzeit tatsächlich auf die Pole-Position. Doch die hat ein Geschmäckle: Kurz vor Ende der Session krachte Leclerc in die Bande, sorgte damit für den Abbruch und hatte Startplatz eins sicher. Seine Rivalen musste ihre letzten schnellen Runden abbrechen. Hinter Leclerc startet Max Verstappen (23) im Red Bull.

Schlimmer erwischte es WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (36) im Mercedes, der nur auf Platz sieben startet. Direkt vor Sebastian Vettel (33). Der Punktlos-Pilot landete erhofften Befreiungsschlag und war damit zum zweiten Mal nach Portimao schneller als sein Aston-Martin-Kollege Lance Stroll (22), der auf Platz 13 strandete.