Fernando Alonso soll zum F1-Start im März wieder fit sein. Foto: Imago/PanoramiC

Die ersten Meldungen ließen Schlimmes befürchten. Formel-1-Rückkehrer Fernando Alonso (39) wurde beim Radtraining in der Schweiz von einem Auto gerammt und schwer am Kopf verletzt. Sofort wurden Erinnerungen an Michael Schumacher (52) wach, der sich nicht auf der Strecke, sondern beim Skifahren Ende 2013 so schwer verletzte, dass er bis heute als Pflegefall in der Schweiz lebt.

Doch Alonso hatte Glück, er kam mit einem Oberkieferbruch davon und verlor einige Zähne. Der Spanier wurde bereits operiert.

Auto gegen Rennrad – diesen Kampf auf öffentlichen Straßen mussten schon einige Profis und Hobbyradler mit dem Leben bezahlen. Alonso erwischte es beim Training in seiner Wahlheimat Lugano, wo er mit seiner italienischen Freundin Linda Morselli (32) lebt.

Tatort Supermarkt-Parkplatz

Nach Angaben der Kantonspolizei ereignete sich der Unfall zwischen Alonso und einem 42-jährigen Schweizer Autofahrer, als der beim Linksabbiegen auf einen Supermarkt-Parkplatz zwischen den Ortsteilen Viganello und Pregassona Alonso übersah. Der konnte nicht mehr genug abbremsen, krachte in die rechte Seite des Autos und stürzte auf den Asphalt.

Der schwer verletzte Spanier wurde nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus nach Bern gebracht und an Oberkiefer und Zähnen operiert. Ob ihm dabei schon Implantate eingesetzt werden konnten, ist unklar. Seine Freundin Linda eilte jedenfalls ans Krankenbett und informierte Alonsos Familie. Die Ärzte sind mit dessen Zustand zufrieden, er werde dennoch 48 weitere Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

Völlige Ruhe verordnet

„Nach ein paar Tagen völliger Ruhe wird er das Training schrittweise wieder aufnehmen können“, teilte sein Alpine-Team mit. „Wir erwarten, dass er voll einsatzfähig sein wird, um die Vorbereitung auf die Saison in Angriff zu nehmen.“

Alonso, der nach zweijähriger Abstinenz seine 19. Formel-1-Saison in Angriff nimmt, bereitet sich wie die 19 anderen Piloten individuell auf die Testfahrten in Bahrain (12. bis 14. März) vor. Bei Alpine ist er Teamkollege des Franzosen Esteban Ocon (24) und hofft, spätestens nach der großen Regel-Reform 2022 seinen dritten Weltmeistertitel in Angriff nehmen zu könne.