Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev verletzte sich in Paris. Thibault Camus/AP/dpa

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat sich kurz nach der schweren Fußverletzung über die Unterstützung seiner Eltern gefreut und Freundin Sophia Thomalla vermisst. „Du willst in dieser Phase die Menschen um dich haben, die du am meisten lieb hast“, sagte der 25-Jährige der „Bild am Sonntag“. „Für mich war daher enttäuschend, dass Sophia nicht kam. Aber das ist eben der Job.“ Die Schauspielerin war der Zeitung zufolge bei Dreharbeiten.

Zverev: konnte nicht allein duschen oder auf Toilette gehen

„Mein Vater und meine Mutter waren da. Ich konnte ja nichts allein: duschen, auf Toilette gehen. Die haben für mich gesorgt wie für ein kleines Baby“, sagte Zverev. „Für mich war das so wichtig. Diese beiden Menschen haben mir am meisten geholfen.“

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Zverev war im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal vor gut zwei Wochen mit dem rechten Fuß umgeknickt und hatte sich dabei alle drei seitlichen Bänder im rechten Sprunggelenk gerissen. Anschließend war er operiert worden.

Frank Molter/dpa
Hat einen Start bei den US Open im Visier: Alexander Zverev.

Er habe auch mit seinem Neffen gespielt, berichtete Zverev über die erste Zeit nach der Verletzung. „Für Kinder ist man ein kleiner Held, wenn man ab und zu mal im Fernsehen ist. Da wollte er mit mir Zeit verbringen.“

„Ob es die US Open schon werden, weiß ich nicht, denn ich muss davor ein, zwei Turniere spielen“, sagte der Hamburger weiter: „Ich habe New York aber noch nicht abgehakt.“

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Er werde „keiner sein, der sofort spielt, wenn er die erste Sekunde bereit dazu ist. Wenn ich die US Open (ab 29. August, d. Red.) spiele, dann nicht für ein, zwei Runden, sondern um sie zu gewinnen. Ich komme erst zurück, wenn ich in dieser Form bin.“

Zverev zur Untätigkeit verdammt

Derzeit ist der 25-Jährige zur Untätigkeit verdammt. „Ich mache nicht viel, liege mit meinen Hunden auf dem Bett, gehe aber auch zweimal am Tag in den Kraftraum“, sagte der Weltranglistenzweite. „Ich trage noch einen Gips und Schienen. Aber ich versuche, den Oberkörper fit zu halten. Ich bekomme auch keine Schmerzmittel mehr wie direkt nach dem Unfall.“

Erst in „zwei, drei Wochen“ werde er mit der Reha beginnen. Derzeit trägt Zverev eine Schiene: „Die ist schwer und nervt nachts. Zwei, drei Kilo am Fuß sind schlecht zum Schlafen. Ich bin ja relativ dünn, daher drückt es überall ein bisschen.“ Der Schmerz unmittelbar nach dem Umknicken sei „der Wahnsinn“ gewesen: „Als wenn mir jemand in den Fuß schießt.“