Der falsche Titel: Beim Top Four wurde Alba Berlin diesmal nur Vize-Pokalsieger. Foto: dpa/Tobias Hase

Sie wollten doch nur weg. Ganz schnell und ganz weit weg. Doch bevor die Spieler von Alba Berlin endlich den Ort der Finalniederlage um den BBL-Pokal verlassen konnten, mussten sie noch auf den Mannschaftsbus warten, dessen Fahrer sich um die Verpflegung für die Rückfahrt nach Berlin kümmerte.

Und so begann die Aufarbeitung der 79:85-Niederlage gegen den FC Bayern München direkt vor dessen Halle. „Nur weil die Bayern die ganze Zeit im Halbfeld und langsam gespielt haben, hätten wir uns nicht davon abhalten lassen dürfen, unseren Stil zu spielen“, sagte Kapitän Niels Giffey mit leerem Blick, während wenige Meter entfernt eine Handvoll Münchner Fans den Pokalsieg feierten.

Zwei wichtige Spieler verloren

Im Duell mit dem großen Rivalen hatte man nur ein Viertel gut gespielt, danach den Rhythmus und zwei wichtige Spieler verloren: Luke Sikma und Johannes Thiemann erlebten das Ende verletzungsbedingt nur noch von der Bank. Unabhängig vom Ergebnis der Untersuchungen am Montag richten die Berliner den Blick nach vorne. Bereits am Donnerstag (19 Uhr) steigt Alba in eigener Halle gegen die Hamburg Towers in die Playoffs ein. „Wir müssen jetzt ein gutes Kurzzeitgedächtnis haben“, so Giffey.