Pawel Siwakow fährt künftig für Frankreich, seine russische Staatsbürgerschaft legte er aus Protest gegen den Krieg gegen die Ukraine ab. Foto: Imago Images/Sirotti

Er hat genug von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine. Aus Protest legt der russische Radprofi Pawel Siwakow (24) seine Staatsbürgerschaft ab. Er wird künftig nur noch unter französischer Flagge fahren. Der Weltverband UCI hat dem Nationalitätenwechsel bereits zugestimmt.

Siwakow schämt sich für Russlands Überfall

„Ich wurde in Italien geboren und bin nach Frankreich gekommen, als ich ein Jahr alt war“, sagte Siwakow, einer von nur zwei russischen Profis auf der WorldTour. „In Frankreich bin ich groß geworden, dort habe ich die Liebe zum Radfahren entdeckt. Es fühlt sich wie meine Heimat an.“

Siwakow ist der Sohn des früheren russischen Radrennfahrer-Paares Alexandra Koljassewa (zweifache Weltmeisterin) und Alexei Siwakow. Seit 2018 hat er eine doppelte Staatsbürgerschaft (Frankreich und Russland) gehabt. Nach den Kriegsverbrechen in der Ukraine will er jetzt kein Russe mehr sein und nicht mehr für das Putinland starten.

Siwakow: „In Gedanken beim ukrainischen Volk“

Siwakow sagt es ganz klar: „Ich bin absolut gegen den Krieg und in Gedanken beim ukrainischen Volk.“ Er schämt sich für den Krieg. Das tun auch viele andere Russen. Doch die leben in diesem autokratischen Land und können ihren Pass nicht so einfach abgeben.

Siwakow hat 2019 die Polen-Rundfahrt gewonnen, im selben Jahr war er Neunter der Gesamtwertung beim Giro d’Italia. 2020 fuhr er seine erste Tour de France. Damals noch unter russischer Flagge, jetzt unter französischer.

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