Ex-Lakers-Star Dennis Schröder guckt zwar nicht in die Röhre, verdient aber nächste Saison bei den Boston Celtics deutlicher weniger als gehofft. Imago

Klarer Fall von denkste! Deutschlands bester Basketballer Dennis Schröder pokerte in der NBA um einen neuen Vertrag – und ging am Ende fast leer aus. Immerhin: Mit den Boston Celtics hat er noch einen prestigeträchtigen Klub gefunden. Um die Meisterschaft wird Schröder an der Ostküste aber nicht spielen. Und auch das gewünschte Gehalt kassiert er nicht.

„Das ist einfach mal eine Sache, das will ich mal fühlen, das will ich mal erfahren, wie es ist“, erklärte Schröder im Frühjahr über seine Rolle als vertragsloser Spieler.

Lakers setzten auf Westbrook statt Schröder

Zuvor lehnte er einen Vierjahresvertrag bei den Los Angeles Lakers über 84 Millionen Dollar (umgerechnet rund 70,5 Millionen Euro) ab. Obwohl Schröder unbedingt bei den Lakers und an der Seite von Superstar Lebron James bleiben wollte, spekulierte er auf noch mehr Geld. Von einem Vierjahresvertrag von 100 bis 120 Millionen Dollar war die Rede.

Während Schröder pokerte und auf ein Angebot wartete, verpflichteten die Lakers US-Superstar Russell Westbrook von den Washington Wizards. Schröder soll geschockt gewesen sein.

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Seine hohen Gehaltsvorstellungen waren auch der Grund, warum der 27 Jahre alte Braunschweiger bei den Olympischen Spielen in Tokio fehlte. Es wäre zu teuer gewesen, ihn gegen Verletzungen zu versichern. Ohne Schröder scheiterte Deutschland im Viertelfinale an Slowenien (70:94).

Dennis Schröder über seinen Wechsel zu den Boston Celtics auf Instagram. Instagram

Statt mit Deutschland um eine Medaille zu kämpfen, musste der Aufbauspieler mitansehen, wie ihm in der NBA ein Klub nach dem anderen absagte. Die New York Knicks und die Chicago Bulls galten lange als interessiert, winkten am Ende aber ab.

Schröder träumt weiter vom Mega-Vertrag

Für Schröder blieb nun nur ein Kompromiss. Der Ein-Jahresvertrag bei den Celtics über 5,9 Millionen Dollar (rund 5 Millionen Euro) liegt deutlich unter seinen Erwartungen. Schröder gibt sich zumindest in den sozialen Netzwerken zufrieden, verkündete selbst den Wechsel. „Dies ist eine der besten Franchises in der Geschichte der NBA und es wird eine Ehre sein, das Grün und Weiß anzuziehen und das zu tun, was ich liebe.“

Die Celtics bestätigten den Deal noch nicht. Schröder, der in der abgelaufenen Saison durchschnittlich 15,4 Punkte aufgelegt hatte, war 2020 von den Oklahoma City Thunder zu den Lakers gewechselt, will sich nun an der Ostküste im kommenden Jahr für ein neues Team empfehlen, das ihm das von ihm geforderte Gehalt bezahlt.

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