Mick Schumacher, in seinem Haas VF-20 beim Training zum GP von Abu Dhabi. Foto: imago images/Motorsport Images/Charles Coates

Um 13.02 Uhr Ortszeit war Mick Schumacher (21) offiziell ein Formel-1-Fahrer. Da fuhr der Sohn von Michael Schumacher (51) zum Training fürs WM-Finale in Abu Dhabi (Sonntag, 14.10 Uhr) aus der Haas-Garage. Und nachher war er trotz Rang 18 und 3,857 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Max   Verstappen (23) zufrieden.

„Es war wichtig, die ersten Eindrücke zu bekommen. Eineinhalb Stunden hört sich lang an, sie sind aber schnell vorbeigegangen. Ein Zeichen, dass ich viel Spaß hatte“, sagte der Formel-2-Meister. Auf die Kurier-Frage, wo er die Zeit verloren habe, sagte er: „In der Formel 1 ist es viel schwieriger, das Gripniveau in den einzelnen Kurven auszuloten. An das Limit muss ich mich langsam herantasten, das werde ich nicht in 90 Minuten finden. Und es macht keinen Sinn, etwas zu starten, das blöd enden kann.“

Mick Schumacher in Abu Dhabi. Beim  GP-Finale ist er erstmals offiziell ein Formel-1-Pilot.  Foto: imago images/Motorsport Images/Andy Hone

Dass das von Kevin Magnussen (28) geliehene Auto heil bleibt, hatte ihn Haas-Teamchef Günther Steiner (55) wegen der Teileknappheit nach Romain Grosjeans (34) Feuerunfall in Bahrain gebeten. Aber auch für seine Leistung gab es hinterher Lob: „Mick hat sich sehr gut geschlagen. Er hat nicht übertrieben, gutes Feedback gegeben. Da ist so viel, was man verarbeiten muss.“

Schumacher glaubt, der Vielzahl der Eindrücke gewachsen zu sein. Er werde „gewiss so gut schlafen wie sonst auch.“ Bereits am Dienstag beim Young Driver Test an gleicher Stelle wird er im Haas sehr viel mehr Zeit zum Fahren haben.