Mit diesem Plakat wurde nach Tim W. gesucht.
Foto: Privat

Eine Welle der Anteilnahme schwappt durch Berlin. Tim W. (39), Vater von zwei Kindern (sechs Wochen und drei Jahre alt), ist tot. Nach wochenlanger Suche kam die traurige Gewissheit am vergangenen Freitag. Ein Passant hatte seine Leiche in Charlottenburg gefunden. Nun sammeln Freunde der Familie im Internet Spenden. Mit ihrem Aufruf haben sie in den letzten knapp 24 Stunden bereits fast 30.000 Euro gesammelt.

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Was war passiert? Am 23. September soll Tim W., der wegen körperlicher Leiden stationär in der Charité behandelt wurde, aus dem Krankenhaus gerannt sein. Danach wurde er nicht mehr gesehen. An jenem Morgen habe er seine Frau noch einmal angerufen und ihr gesagt, dass er am Hauptbahnhof sei und sie kommen müsse. „Doch als sie dort wenige Minuten später eintraf, war ihr Mann nicht mehr da“, erzählte eine Freundin damals dem KURIER.

Foto: Screenshot/ gofundme.com

Spendenaufruf für die Kinder von Tim W.

Seit dem: wochenlang keine Spur von Tim W. – bis er schließlich vergangenen Freitag tot aufgefunden wurde. Anhaltspunkte für eine Fremdschuld lägen nicht vor, so die Polizei.

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Auf der Facebook-Seite, mit der nach Tim W. gesucht wurde, reißt die Anteilnahme auch vier Tage nach der traurigen Nachricht nicht ab. „Uns erreichen seit Freitag über 10.000 Kommentare und private Nachrichten. Ihr spielt uns Lieder, ihr schickt uns Fotos von Kerzen, die ihr für Tim und seine Familie und uns anzündet“, heißt es nun in dem Spendenaufruf der Plattform gofundme.com.

Dem großen Sohn sei die traurige Nachricht bereits beigebracht worden. Der Dreijährige wisse, „dass sein Papa im Himmel ist.“ Für ihn und sein sechs Wochen altes Geschwisterchen ist das Spendenkonto eröffnet worden. „Es bringt Tim nicht zurück, aber finanzielle Sorgen sollen nicht unmittelbar ihre größte Sorge sein“, schreiben die Organisatoren.