Eigentlich hilft Aleena S. selbst kranken Menschen - nun braucht sie selbst dringend Unterstützung. Foto: privat/BK

Eigentlich hilft Aleena S. (26) kranken Menschen, wieder gesund zu werden. Nun braucht sie selbst dringend Unterstützung. Die Pflegerin aus dem Helios-Klinikum Berlin-Buch hat Leukämie. Nur ein geeigneter Stammzellenspender kann das Leben der dreifachen Mutter noch retten. Doch den, mitten in Zeiten von Corona zu finden, ist alles andere als leicht.

Aleena, ihr Ehemann Patrick (28) und die drei Kinder Amelie (7), Summer-May (4) und Thaniya (2) suchen zu Hause im Garten Schokoladeneier. Über die Osterfeiertage konnte die kranke Mutter die Klinik verlassen. Doch die Stimmung ist gedrückt. „Die Chemotherapie hat bei mir nicht angeschlagen. Ich suche ganz dringend einen Spender, um überleben zu können“, sagt Aleena leise.

Nach einem großen Blutbild erhielt Aleena die niederschmetternde Diagnose: Leukämie. Foto: privat/BK

Der böse Krebs wurde bei der Mutter aus Wandlitz nur zufällig bei einer Untersuchung entdeckt, als sie mit einer äußerst hartnäckigen Mandelentzündung zum Facharzt ging. „Es hatte kein Medikament gewirkt. Das kam meinem HNO-Arzt merkwürdig vor.“ Nach einem großen Blutbild erhielt sie die niederschmetternde Diagnose: Leukämie (Blutkrebs)! Seitdem wird die Pflegerin im Helios-Klinikum Berlin-Buch, in dem sie seit zwei Jahren auf der Gefäßchirurgie arbeitet, von ihren Kollegen behandelt.

Besonders tragisch: Die DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) kann keine Typisierungsaktion, wie sonst üblich, für Aleena ins Leben rufen. Trotzdem kann für die Dreifachmutter online ein Lebensretter gefunden werden (www.dkms.de). Aleena hat noch so viele Pläne und möchte vor allem nur eines: „Meine geliebten Kinder noch aufwachsen sehen.“

Obwohl sie noch so klein sind, wissen die drei Mädchen, dass ihre Mama lebensbedrohlich krank ist. „Ich habe es ihnen anhand eines Kinderbuches, in dem meine Krankheit beschrieben wird, erklärt. Sie haben es sehr gut aufgenommen“, sagt Aleena. Als Pflegerin weiß sie allerdings genau, wie gering ihre Chance gerade jetzt ist, einen geeigneten Stammzellenspender zu finden. Doch sie sagt auch: „Ich habe eine tolle Familie, die mir sehr dabei hilft, das alles durchzustehen. Ich werde weiter kämpfen und hoffe , dass meine Geschichte jemand liest, und sich anschließend registrieren lässt, um mir zu helfen.“ Denn Aleena möchte weiter leben. Ihre Kinder brauchen sie.