Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin. Foto: Christophe Gateau/dpa

Noch in dieser Woche könnte die kommen, die „Bundes-Notbremse“. Wenn das geänderte Infektionsschutzgesetz in Kraft tritt, trifft das auch in Berlin viele Menschen hat. Bürgermeister Michael Müller warnt deshalb vor den Konsequenzen einer Ausgangssperre, vor allem im Ortsteil Gropiusstadt im Berliner Bezirk Neukölln. „In der Großsiedlung Gropiusstadt leben 50.000 Menschen“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister in der Talk-Show Anne Will. Müller weiter: „Keiner hat einen Garten, keiner eine Terrasse. Menschen auf engstem Raum, abends keine privaten Kontakte, und jetzt soll man auch nicht mehr joggen gehen können.“

Offenbar fürchtet Müller die Folgen. Er sagte weiter: „Da muss ich kein Wissenschaftler sein, um zu verstehen, was das anrichtet!“ Er plädiert daher für einen Kurs „mit Augenmaß“ und einer Berücksichtigung der Erfahrungen von 2020.

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Demnach sei das Infektionsgeschehen „drinnen größer sei als draußen“. In Hinblick auf die umstrittene Öffnung der Schulen in Berlin räumte Müller ein, er wisse nicht, „ob wir das durchhalten“. Möglicherweise seien die Schulen „in einer Woche auch wieder zu“.

Allerdings wies Müller erneut auf die Situation der letzten Wochen und Monate hin. Er wisse von „Schülergruppen, die sind seit vier Monaten nicht in der Schule“.