Es kann ganz schnell passieren. Ein Moment der Unachtsamkeit und schon ist Ihr Handy ins Wasser gefallen. Viele der moderneren Geräte sind zwar mittlerweile wasserdicht, besitzen Sie jedoch noch ein älteres Modell, ist schnelles Handeln notwendig. Dringt das Wasser in Ihr Gerät, kann es wichtige Daten beschädigen. Im schlimmsten Fall kann ein Wasserschaden das iPhone oder Samsung Gerät völlig unbrauchbar machen – „Doch keine Panik! Es sollte immer der Gang zur Datenrettung versucht werden, denn in den meisten Fällen können die Daten bei z.B. den iPhone-Modellen gesichert werden.", so Marco Noack von der Handyreparatur Noack GmbH.

Das Wichtigste ist, keine Panik zu bekommen. Greifen Sie sofort nach dem Smartphone. Falls Ihr Smartphone noch an einer Stromquelle angeschlossen ist, ziehen Sie zuerst den Stecker. Umso länger Ihr Handy im Wasser liegt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit eines Wasserschadens. Wenn das Smartphone beispielsweise in der Toilette landet, ist keine Zeit zu verschwenden. Je schneller es aus dem Wasser ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einen Wasserschaden zu vermeiden.

Wichtig: Versuchen Sie nicht, Ihr Handy mit einem Föhn oder auf der Heizung zu trocknen. Jede Art von starker Hitze kann Ihrem Smartphone noch mehr Schaden zufügen. Eine Reparatur und Datenrettung wären dann erfolglos.

Diese Maßnahmen können ihr Smartphone retten

Nachdem Sie Ihr Handy von seinem Tauchgang gerettet haben, schalten Sie es sofort aus, falls es noch an ist. Schalten Sie es hinterher auf gar keinen Fall wieder ein, um einen Kurzschluss zu vermeiden. Verwenden Sie danach ein weiches, sauberes Tuch und trocknen Sie Ihr Handy vorsichtig ab.

Die nächsten Schritte werden etwas kniffliger. Die SIM-Karte, der Speicher und der Akku sollten, wenn möglich, entfernt werden. Achten Sie hierbei jedoch auf die Bedingungen der Garantie Ihres Handys. Bei einem iPhone erlischt beispielsweise die Garantie des Handys, wenn der Akku selbstständig entfernt wurde. Bei Samsung Geräten hingegen kann der Akku im Vergleich zu iPhone-Modellen etwas leichter aus dem Smartphone entfernt werden. Die einzelnen kleinen Teile sollten ebenfalls kurz und vorsichtig abgetrocknet und danach wieder eingebaut werden.

Eine umstrittene Methode, um einen Wasserschaden zu vermeiden, ist, das Smartphone in eine abgedichtete Tüte mit Reis zu legen. Der Reis saugt auf gewisse Weise das übrige Wasser aus dem Handy. Die Feuchtigkeit kann allerdings in einer abgedichteten Tüte nicht entfliehen, wenden Kritiker ein, und das Handy würde noch mehr beschädigt. Wenn Sie Reis nicht verwenden wollen, gibt es dennoch künstliche Trockenmittel, um die restliche Feuchtigkeit aus Ihrem Handy zu entfernen. Hierfür lassen sich spezielle „Erste-Hilfe-Kits“ für Smartphones empfehlen.

Das Handy sollte mindestens 48 Stunden ausgeschalten bleiben. Danach können Sie versuchen, es wieder einzuschalten. Jetzt gibt es nur noch zwei Möglichkeiten. Lässt sich das Handy ohne Probleme wieder starten, sollte dringend ein Backup aller Daten gemacht werden. Google und andere Dienste bieten dafür Clouds, um dort Daten hochzuladen und zu sichern. Eine regelmäßige Datensicherung, über Google oder einer anderen Cloud, ist übrigens immer ratsam. Lässt sich das iPhone oder Samsung Gerät nicht mehr einschalten, dann hat das Handy sein kleines Bad nicht unbeschadet überstanden. Jetzt könnte nur noch professionelle Hilfe in Frage kommen.

Zahlt die Versicherung?

Meistens übernimmt die Haftpflichtversicherung den Schaden leider nicht, da ein Wasserschaden in der Regel als „Eigenverschulden“ abgestempelt wird. Es gibt allerdings die Möglichkeit, eine spezielle Handyversicherung abzuschließen. Diese Versicherungen übernehmen auch Reparaturen bei Wasserschäden.

Datenrettung durch Fachwerkstatt

Die oben genannten Schritte sind nur notdürftige Reparaturen, wenn diese ergebnislos bleiben, sollte auf jeden Fall professionelle Hilfe beauftragt werden. Auf einem Handy befinden sind oftmals wichtige Daten. Bilder und Kontakte können bei einem Wasserschaden verschwinden. Eine Fachwerkstatt für die Datenrettung zu engagieren ist deshalb oft die sinnvollste Lösung. Fachkundige Mitarbeiter können Daten wiederherstellen und diese in einer Cloud (z. B. Google) speichern, wo Sie auf die Daten jeder Zeit zugreifen können.