Dieter "Maschine" Birr (75) hat sich seine Doppel-E-Gitarre geschnappt, arbeitet an neuen Songs. Foto: privat/Birr

Berlin - Vorsicht und das Achten auf die eigene Gesundheit ist das Gebot der Stunde. Auch bei den Stars, die wegen des Coronavirus nicht öffentlich auftreten dürfen und bis auf Weiteres zu Hause bleiben müssen. Drei Promis verraten dem KURIER, wie sie jetzt die Zeit daheim verbringen.

Noch vergangenen Freitag stand Ex-Puhdy Dieter „Maschine“ Birr (75) mit seiner Talkshow in Zeitz auf der Bühne. „Das dürfte wohl eines der letzten Aufführungen in unserem Land gewesen sein“, sagt er. Dass nun überall das Kulturleben ruht, sei schade. „Aber es geht ja um unser aller Gesundheit. Man muss das Virus schon ernst nehmen.“

Dabei hat sich der Musiker so sehr auf die Rocklegenden-Tour gefreut, die nun für den April ausfällt. Oder auf seinen 76. Geburtstag am 18. März, an dem er in Frankfurt/Oder in der Show von Lilo Wanders auftreten sollte. „Nun werde ich mit Freunden Essen gehen, wenn man dann das noch darf.“  Maschine hat seinen Humor nicht verloren, nutzt die Zwangspause daheim, um etwa Songs zu schreiben. „Auch über einen Text über Corona denke ich nach“, verrät Birr.  

"Ich bin in einem Alter, in dem man aufpassen muss", sagt Köfer

„Ich mache Zwangsurlaub, sitze auf der Terrasse, genieße die Frühlingssonne und  lese Zeitungen“, sagt Herbert Köfer (99), als gestern der KURIER bei ihm anrief. Der Schauspieler berichtet, dass die Lesungen zu seinem neuen Buch „99 und kein bisschen leise“ abgesagt wurden. Alle Termine bis April sind  nun auf  Mai und Juni verlegt worden.

Köfer war erst optimistisch, dass sich das Thema Corona schnell erledigen würden. Die nun getroffenen Maßnahmen, öffentliche Veranstaltungen abzusagen, findet er richtig. „Ich selbst bin ja in einem Alter, wo man aufpassen muss“, sagt er. Daher nutzt er nun die bühnenfreie Zeit daheim, um sein Arbeitszimmer aufzuräumen, während Frau Heike zum Einkaufen fährt. „Nun haben wir auch wieder Zeit zum Kochen“, sagt sie. „Denn wenn Herbert auf Tour ist, gehen wir ja meistens essen.“ Sein Lieblingsgericht: Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.

Angelika Mann: Mehr Angst vor Panikmache als vor dem Virus

Angelika „die Lütte“ Mann (70) ist traurig, dass am Sonnabend die Premiere zu „Himmlischen Zeiten“ dem Coronavirus zum Opfer fiel. Sie nimmt das Thema ernst, achtet auf ihre Gesundheit, stärkt ihr Immunsystem etwa mit Ingwer-Tee. Die auftrittsfreie Zeit will die Sängerin nutzen, endlich wieder ein gutes Buch zu lesen. Und sie  macht sich Sorgen. Wie die Leute gerade miteinander umgehen, Hamsterkäufe machen, Panik verbreiten. „Davor habe ich mehr Angst als vor dem Virus“, sagt die Lütte.