Die Jury-Bewertung für Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov sorgte im „Let's Dance“-Halbfinale für mächtig Mobbing-Diskussionen. Rolf Vennenbernd/dpa

Darf man das im Live-TV? Bei „Let’s Dance“ machen Mobbing-Gerüchte nach dem Halbfinale die Runde. Der Grund: Der schon vor Wochen ausgeschiedene Ex-Tagesschausprecher Jan Hofer muss immer wieder als Beispiel für besonders schlechte Leistungen herhalten. Auch am Freitag wieder. Da platzt Motsi Mabuse noch in der Sendung der Kragen. „Mobbing!“, wirft sie Moderator  Daniel Hartwich und Chefjuror Joachim Llambi an den Kopf. Rums! Der hat gesessen.

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Was war passiert? Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov eröffneten die Show mit einem Jive. Temporeich, lässig – das sind die Attribute, die den Tanz eigentlich beschreiben. Mit stylischen Hosenträgern und silber-glitzernden Jacketts beginnen die zwei den Auftritt hinter der Bühne. Super synchron wirbeln sie über das Parkett. Eigentlich ein toller Auftakt.

Mobbing gegen Staffel-Tanz-Opi Jan Hofer

Doch sieht das auch die Jury so? Ja … und nein. Nachdem Motsi Mabuse völlig euphorisch urteilte –  „Was ich super toll fand: Heute im Halbfinale muss man die Seele auf der Tanzfläche lassen – und das habt ihr gemacht. Das war eine tolle Euphorie“ – erwartet Moderator Daniel Hartwich bei Chefjuror Joachim Llambi ein härteres Urteil. Und das kündigt er so an: „Herr Llambi, der Jive von Jan Hofer wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben.“

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Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov tanzten im „Let's Dance“-Halbfinale einen Jive zu „Great Balls Of Fire“.

Der Jive von Staffel-Opi Jan Hofer zu „Forever Young“ von The Baseballs war für ihn einfach zu viel. Bis zu 44 Takte pro Minute sind schon für junge und fitte Menschen ein richtiges Brett. Klar, dass der 69-Jährige da nicht mithalten konnte. „Ich bin an den Punkt gekommen, dass mein Mitleid so groß ist, dass ich frustriert werde und wir beide nicht mehr weiter wissen“, erklärte Tanzpartnerin Christina Luft schon vor der Show. Nach dem Tanz gab es von der Jury nur magere 8 Punkte – weniger geht kaum. Joachim Llambi nannte es einen „Steh-Jive“ – autsch!

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Motsi Mabuse empört sich über „Mobbing“

Aber dass nun immer wieder Jan Hofer als Negativ-Beispiel herhalten muss, das ist fast noch gemeiner. „Mobbing“, wirft Motsi Mabuse ein.

So schlecht sei der Tanz von Nicolas Puschmann nicht gewesen, findet der Chefjuror, der nach eigenen Aussagen noch einen guten Draht zu Jan Hofer hat. Es gab insgesamt 25 Punkte für den „Prince Charming“ im Jive. 

Aber auch für seinen Paso Doble erntete er ordentlich Kritik. „Das war Bi-Ba-Butzemann“, kritisiert Joachim Llambi. „Es hat mir überhaupt nicht gefallen. Ein Paso Doble ist stolz, arrogant und hat Aura. Du bist hier hin- und hergelaufen, zwei Mal, da dachte ich: 'jetzt schmeißt er gleich beim Karnevalszug in Köln die Kamelle'.“

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Fans fordern in den Sozialen Medien: „Bitte auch bei Lets Dance die komplette Jury neu umbesetzen... Wäre ein Schritt in die richtige Richtung.“ Oder: „RTL sollte sich langsam überlegen ob die Jury erneuert werden sollte . Sich ständig über körperliche Eigenschaften herablassend zu äußern entspricht nicht mehr der Zeit. Es geht um Tanz .“ Denn auch die Tatsache, dass Nicolas Puschmann im Vergleich zu den anderen Viertelfinalisten nicht dem vermeintlichen perfekten Body hat, steht bei der Bewertung zur Diskussion.

Bei aller Kritik, am Ende reichte es für Nicolas Puschmann fürs Finale. Das sehen Sie am 28. Mai ab 20.15 Uhr auf RTL: Valentina Pahde, Rúrik Gíslason und eben Nicolas Puschmann kämpfen um den Titel „Dancing Star 2021“.

Klarstellung: In einer früheren Fassung haben wir Daniel Hartwich zitiert mit den Worten „Denken Sie Jan Hofer.“ Abgesehen von unserem bedauerlichen Schreibfehler hat Daniel Hartwich dies nicht gesagt, sondern wir stellen vielmehr klar, dass er Folgendes gesagt hat: „Herr Llambi, der Jive von Jan Hofer wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben.“