Bei einer Frage zum DDR-Ampelmännchen geriet Barbara Schöneberger bei „Wer wird Millionär“ mit Günther Jauch ins Straucheln. Fotos: TVNOW/Stefan Gregorowius, Imago/Winfried Rothermel

Es war ein wahrlich spannender TV-Abend: Am Pfingstmontag gab es statt der üblichen Folge der Quizshow „Wer wird Millionär“ zum ersten Mal ein Zocker-Spezial, bei dem Promis auf dem Ratestuhl sitzen durften. Mehr Risiko, mehr Geld, mehr Unterhaltung: Show-Legende Thomas Gottschalk, Comedian Oliver Pocher, Moderatorin Barbara Schöneberger und Komikerin Anke Engelke hangelten sich mal mit, mal ohne Hilfe von Frage zu Frage. An einer Stelle geriet Schöneberger aber ins Straucheln – bei einer echten DDR-Frage! Hätten Sie es gewusst?

Hätten Sie diese „Wer wird Millionär“-Frage zum Ampelmännchen beantworten können?

Nachdem sich die Moderatorin bis zur 32.000-Euro-Frage vorgekämpft hatte, musste sie bei dieser Aufgabe etwas länger grübeln. Günther Jauch wollte von ihr wissen: „Aus ideologischen Gründen musste das 1969 in der DDR eingeführte, heute noch allgegenwärtige grüne Ampelmännchen…?“ Die Antwortmöglichkeiten: A) von rechts nach links laufen, B) einen Hut tragen, C) etwas korpulenter sein oder D) den Kopf senken.

Am Ende der Spezial-Folge von „Wer wird Millionär“ ging Barbara Schöneberger mit 125.000 Euro für einen guten Zweck nach Hause. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Schöneberger stellt schnell fest, dass vieles zutrifft. Es läuft von rechts nach links, trägt einen Hut, ist etwas korpulenter. „Den Kopf senken, glaube ich nicht, denn man war ja stolz.“ War der Hut des Ampelmännchens vielleicht eine Anspielung auf Erich Honecker? „Ich nehme den 50:50-Joker“, entscheidet Schöneberger. Zwei falsche Antworten fallen weg, übrig bleiben die Laufrichtung und der Hut. Doch die große Erleuchtung bleibt aus. Trotzdem will die Moderatorin Antwort A) einloggen. Jauch empfiehlt den Kandidatenjoker.

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Zwei Ex-Kandidaten im Publikum stehen auf, Schöneberger entscheidet sich für Manuel Rommeler, der vor etwa einem Jahr 64.000 Euro abräumte. „Ich kann auch nur schlussfolgern. Wenn wir von ideologischen Gründen sprechen, dann ist ganz klar, dass man zu den Linken hingeht.“ Die Ansage hilft, Schöneberger nimmt Antwort A – und liegt richtig!

Jauch erklärt: „In der Tat lief das Männchen ursprünglich mal andersherum. Und da hieß es, das wäre ein bürgerlich-kapitalistisches Symbol, das geht nicht.“ Gleichzeitig sei der Hut eine Anspielung auf Honecker – und die korpulente Form wurde gewählt, damit viel Grün zu sehen ist. „Aus ideologischer Sicht hat man aber gesagt: Das muss anders laufen.“ Schöneberger ist weiter, darf sich an die nächste Frage wagen. Tapfer kämpfte sie sich danach noch bis zur 250.000-Euro-Frage, hörte aber auf. Und kann damit 125.000 Euro für einen guten Zweck spenden.