Trainerin Jutta Müller (re.) legt 1994 in Lillehammer beruhigend den Arm um Katharina Witt. 
Trainerin Jutta Müller (re.) legt 1994 in Lillehammer beruhigend den Arm um Katharina Witt.  imago/Norbert Schmidt

Das Leben von Kati Witt bietet genug Stoff für Filme, jetzt kommt ihre Story im ZDF auf die Bildschirme. Fürs ZDF realisiert Odeon  Fiction  mit „Kati“ einen Film über zwei in Liebe und Hass miteinander verbundene Frauen.  Die DDR-Eiskunstläuferin Katharina Witt und ihre Trainerin Jutta Müller. Die Frau mit dem strengen Dutt machte Kati Witt fit für die Olympischen Spiele in Lillehammer. Ein weltweit beäugtes Comeback der Ausnahmesportlerin in der gesamtdeutschen Mannschaft. Ein Drama!

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Katarina Witt: der härteste Kampf ihres Lebens 

Kati Witt stellt sich dem härtesten Kampf ihres Lebens und ringt um ihre Identität in einem neuen Land. Regie führen wird Michaela Kezele nach einem Drehbuch von Andrea Stoll. Der FilmFernsehFonds Bayern (FFF) fördert das Projekt des ZDF mit 300.000 Euro.

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Im echten Lebe trat 1994 trat erstmals eine gesamt- deutsche Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen an - „und ich war freudig ein Teil davon“, schreibt Katharina Witt auf ihrer Webseite. Das Jahr 1993 sei dagegen eine emotionale Achterbahn für sie gewesen. „Bei Bekanntwerden meines „Comebacks“ am Anfang des Jahres unterstellte man mir in der Presse hier in Deutschland, ich bräuchte Promotion und würde eh kurz vorher „verletzungsbedingt“ aussteigen“, erinnert sich Witt.  Doch Kati meinte es ernst! 10 Jahre nach ihrer ersten Goldmedaille in Sarajevo wollte sie die  Weltbühne „Olympische Spiele“ nutzen um an Sarajevo zu erinnern. Dort wütete seit 1992 ein grausamer Bürgerkrieg.

Katis Friedens-Kür 1994 in Lillehammer

Als Kür- Musik wählte sie Pete Seegers berühmtes Antikriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“. Der Wunsch, diese Kür in Lillehammer 1994 der Öffentlichkeit zu zeigen, habe  ihr das gesamte Jahr über die Motivation gegeben, sich  nochmals so anzustrengen und  körperlich zu quälen, wie nur Leistungssportler dies tun.

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Kati Witt war damals Profisportlerin in den USA, die Satzung wurde einmalig geändert und gab den Profis die Möglichkeit, sich reamateurisieren zu lassen, um an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können. „Die Eistänzer und Olympiasieger von 1984 Torville/Dean, die Olympiasieger von 1988 im Paarlauf Gordeeva/Grinkov sowie im Einzellauf Brian Boitano und ich schafften dann auch diese Teilnahme“, schreibt Witt. 

Heute ist die Eiskunstläuferin Katarina gern gesehener Talkshow-Gast. 
Heute ist die Eiskunstläuferin Katarina gern gesehener Talkshow-Gast.  Ingo Wagner/dpa

Erinnerungen an Frau Müller 

Kati Witts Erinnerungen an Lillehammer sind lebendig: „Vor der Kür legte ich, wie schon immer in der Vergangenheit meine Hand auf die Bande, Frau Müller ihre vertrauensvoll oben drauf, wir schauten uns nochmal tief und aufmunternd in die Augen, bis sie mich nickend zur Mitte des Eises entließ. Ich hörte auch den unnachahmlichen Pfeifton meines Papas und weiß, meine Liebsten sind da. Erstmals erlebten meine Eltern, Familie und meine engsten und vertrautesten Freunde mich bei den Olympischen Spielen und teilten mit mir das sportlich emotionalste Erlebnis live in der Halle.“

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Auch wenn die Kür nicht so läuft wie geplant, die Sprünge nicht klappen, spürt Kati Witt, dass ihre 3. Olympischen Spiele etwas besonderes sind: „die Anteilnahme der Menschen an meinem Comeback, gerade in Deutschland, führte dazu, dass ich mit meinen 3. Olympischen Spielen 1994 endlich auch im vereinten Deutschland ankomme.“ In Lillehammer belegt sie den 7. Platz.