Glatzeder hofft auch, mit diesem  Landschafts- gemälde von 1830 viel Geld  zu bekommen,   lässt es von einer Fachfrau prüfen. Fotos: RBB

Wer wäre nicht gerne Millionär? Defa-Star Winfried Glatzeder (74, „Die Legende von Paul und Paula“) hofft, mit seinem Keller richtig reich zu werden. Dort lagern viele Schätze. Wie eine Geige, die eine Stradivari ist. Das Instrument könnte Millionen wert sein, glaubt Glatzeder, will das gute Stück in der RBB-Auktionsshow „Schätzen, bieten bangen“ versteigern lassen.

Die Doku wird von der TV-Firma der Moderatorin Sandra Maischberger produziert. Diese fragte bei Promis wie Glatzeder an, ob sie nicht antike Stücke besitzen, die sie gerne in einem Auktionshaus zu Geld machen wollen. Der Star sagte zu. Mit einer Auktionatorin durchstöberte er den Keller in seinem Pankower Haus.

Neben Filmpreisen und Plakaten seiner Kino-Hits hat Glatzeder dort auch eine alte Geige aufbewahrt, die einst seiner Oma gehörte. Das Instrument hat zwar nur eine Saite und einen Sprung. Aber: Im Innern ist auf einem Etikett der Name des weltberühmten Geigenbauers Antonio Stradivari zu lesen. Eine Stradivari kann auf Auktionen Rekordpreise erzielen.

Film-Star Winfried Glatzeder hat so einige Schätze in seinem Keller liegen. Foto: Christian Schulz

2011 wurde eine in London für elf Millionen Euro versteigert. Glatzeder hofft: „Vielleicht bringt meine Geige auch so viel ein. Meine Großmutter hat damit nach dem Krieg bis 1961 in West-Berlin Hauskonzerte gegeben, dafür Schokolade, Kaffee oder Geld bekommen.“ Neben der Geige finden sich weitere Schätze: ein Gemälde und ein Designer-Fahrrad von Mercedes. Letzteres ist ein Erbstück, das Glatzeder aus dem Nachlass eines Onkels erhielt, der den Nobeldrahtesel für 3200 Euro gekauft hatte.

Was Glatzeders Schätze bei der Auktion einbringen werden, zeigt der RBB am 2. März im ersten von vier Teilen der Doku „Schätzen, bieten, bangen“ (21 Uhr). Eins sei verraten: Der Star wird nicht wirklich reich.   Die Stradivari entpuppt sich als Massenprodukt der italienischen Geigenbauerfirma, stammt aus dem 19. Jahrhundert, ist kaum 100 Euro wert.