Ein Erinnerungsfoto am Grab von Willi Herren am Kölner Meletanfriedhof imago/Gottschalk

Mehr als vier Monate nach dem Tod des Schauspielers und Schlagersängers Willi Herren hat die Kölner Staatsanwaltschaft ein Fremdverschulden endgültig ausgeschlossen. Hinweise darauf hätten sich weder aus den polizeilichen Ermittlungen noch aus den rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben, teilte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch mit.

Willi Herren tot in seiner Kölner Wohnung aufgefunden

Das Kölner Institut für Rechtsmedizin hatte neben der Obduktion der Leiche auch eine chemisch-toxikologische Analyse durchgeführt. Damit sei das Todesermittlungsverfahren nun abgeschlossen. Weitere Auskünfte zur Todesursache würden wegen der Persönlichkeitsrechte nicht erteilt. Gemutmaßt wurde über den Alkohol- und Drogenkonsum des Entertainers. Laut seiner Witwe Jasmin nahm Willi Herren überdies Valium und litt an Herzproblemen.

Herren war im April tot in seiner Wohnung in Köln-Mülheim gefunden worden. Er wurde nur 45 Jahre alt. Bekannt war er als Serien-Fiesling Olli Klatt in der ARD-Sendung „Lindenstraße“. Später trat er als Sänger von Mallorca-Partyschlagern auf und war in mehreren Reality-Formaten zu sehen.

Nach seinem Tod waren Unbekannte in seine Wohnung eingebrochen. Kurz danach setzten ebenfalls unbekannte Täter seinen Reibekuchen-Truck in Brand. In beiden Fällen liefen die Ermittlungen weiter, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Diese geht davon aus, dass der Truck vorsätzlich angezündet wurde.