Michael Wendler mit Ehefrau Laura Müller. Foto: imago images/Revierfoto

Michael Wendler regt sich mal wieder auf. Über die böse Regierung, böse Medien und diesmal vor allem über böse Firmen, die ihn und seine Frau Laura Müller nicht mehr finanzieren wollen.  

Ausgerechnet der nach rechts ausgerutschten ehemaligen Tagessschau-Sprecherin Eva Herman gab der Schlagersänger jetzt ein Interview.  Bei „Wissensmanufaktur“, einem Sammelbecken von Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretikern, fabuliert er darüber, dass „die Wahrheit nun endlich ans Licht kommen“ müsse.  

Dann lernen wir, wie dieses Wahrheit aussieht. Neben den inzwischen für ihn üblichen wirren Behauptungen, dass hinter Corona eine Verschwörung stecke, Deutschland „faschistisch“ sei und die Regierung einen nicht näher erklärten Plan gegen die Menschen verfolge, erregt sich Wendler diesmal aber vor allem über ehemalige Werbepartner von sich selbst und seiner Frau.    

20 Firmen haben sich von Laura distanziert, erzählt Wendler.
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Firmen sind „niederträchtig“ 

Viele Unterstützer hatten die Zusammenarbeit mit Wendler ob seiner kruden Behauptungen beendet. Auch die Karriere seiner Frau litt gewaltig darunter. Sie verlor diverse Werbedeals. Etwa 20 Firmen haben sich von ihr distanziert, erzählt Wendler. 

„Wir hatten eine kleine Krise“, räumt Wendler Eheprobleme ein. Laura sei total unpolitisch, das „musste auch ich akzeptieren.“ Deshalb sei es „niederträchtig“, wie viele Unternehmen mit ihr umgegangen seien. Ihn enttäusche diese Doppelmoral, wettert Wendler. Und weiter: Es zeuge von„ Angst und fehlendem Rückgrat, dass man sich hier von Laura distanziert hat.“ 

Für die brünette Schönheit sei nur eine einzige Firma geblieben, die weiter zu ihr halte. Für eine„ Influencerin wie Laura“ sei das fatal. Daraufhin habe es sogar einen Streit des Ehepaars gegeben. Laura wolle „in die  Angelegenheit nicht mit hineingezogen werden“. „Sie ist von ihren Einnahmen von gut auf Null gerutscht – das hat sie nicht verdient“, klagt der Musiker. 

Laura Müller, Michael Wendler, Oliver Pocher und Amira Pocher in der RTL-Live-Show „Pocher vs. Wendler – Schluss mit lustig“.
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„Meine Karriere steht erst am Anfang“

Richtig schlimm findet Wendler auch Oliver Pocher. „Der ist einfach bösartig“, sagt er. „Der geht über Leichen für seine Karriere.“ Er verstehe nicht, warum „dieser angebliche Comedian überhaupt noch Sendungen bei RTL haben darf“.  Pocher hatte sich zuletzt immer wieder über Wendler lustig gemacht.  

Trotz allem glaubt der Schlagersänger nicht, dass seine Laufbahn am Ende sei. Im Gegenteil:„ Meine Karriere steht erst am Anfang. Ich bin sicher, dass alles gut wird“, sagt der 48-Jährige.   

Und bis es soweit ist, womit verbringt Wendler aktuell seine Zeit in den USA?„ Ich komme gerade von einer Trump Rally“, erzählt er im Interview, also einer Kundgebung für den abgewählten Präsidenten. Die Leute seien alle „total nett und kämpferisch“. In Amerika würde nämlich „keiner daran glauben“, dass Trump die Wahl wirklich verloren hat, sagt der Schlagersänger.  Der „Wahlbetrug werde am Ende vor einem Militärgericht entschieden“, glaubt er.  Auch da hat Wendler also wieder eine ganz eigene Wahrnehmung.