Timo Berger (eingeklinkt) war der Reisemanager von Michael Wendler. Jetzt bietet er Laura seine Hilfe zur Flucht an. Fotos: TVNOW/Stefan Gregorowius, Instagram/Timo Berger

Als Michael Wendler noch Schlagersänger war, arbeitete Timo Berger stets im Verborgenen. Er organisierte ab und an Reisen für den 48-jährigen Sänger und sollte sich auch um die Ausrichtung seiner Hochzeit mit Laura Müller kümmern. Doch seit Michael Wendler sich vom Showbusiness abgewendet hat, um Verschwörungsideologien zu verbreiten, tritt er auch immer wieder öffentlich auf und zwar mit einer klaren Agenda: Berger will 30.000 Euro vom Wendler zurückbekommen, die er an Flug- und Hotelkosten für die geplatzte TV-Hochzeit vorgestreckt hat. 

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Um an sein Geld zu kommen, war Berger bereits Ende November nach Florida gereist, um Wendler mit seiner Forderung zu konfrontieren. Doch der versteckte sich in seinem Haus und ließ seine Tochter Adeline die Polizei einschalten. Unverrichteter Dinge musste Berger abreisen. Nun wagt der ehemalige Wendler-Vertraute einen weiteren Versuch. In einem Video auf Instagram meldete er sich vom Flughafen und kündigte an, noch einmal die Behörden in Florida abzuklappern, um an sein Geld zu kommen.

US-Medien sind bereits auf den Wendler aufmerksam geworden

Obwohl er wisse, dass die Behörden in den USA bereits ermitteln würden, werde er sein Anliegen noch einmal bei der US-Einwanderungsbehörde USCIS und anderen Behörden vortragen. Das dürfte dem Wendler nicht gefallen, zudem inzwischen bereits die US-Presse auf den Wendler aufmerksam geworden ist. So berichtete NBC News über einen Schuldenberg, den der ehemalige Schlagersänger in Deutschland haben soll. Wendler „verstecke“ sich in Cape Coral vor der deutschen Regierung und seinen Geldgebern, heißt es dort weiter. Einer der Geldgeber, Berger, will es dem Wendler in seinem vermeintlichen Versteck nun so ungemütlich wie möglich machen.

Und dann wandte sich der ehemalige Reisemanager noch an Wendlers Frau Laura. „Laura, ich war bei deinen Eltern, ich bin nach Tangermünde gefahren, habe sie besucht“, sagte er. „Ich habe mit ihnen geredet. Ich weiß, wie dein Vater denkt.“ Wie Papa Klaus über den Mann seiner Tochter und dessen Ansichten denkt, verriet Berger nicht, sprach dann aber ein Angebot aus, dass er ihr wohl bereits in der Vergangenheit unterbreitete. „Ich nehme dich mit zurück nach Deutschland, aber es ist deine letzte Chance“, so Berger. „Was muss noch alles passieren, damit du aufwachst? Ende September seid ihr weg, er sagte, er hat alles unter Kontrolle, euch kann nichts passieren, die Verträge sind erfüllt, dein Instagram wird weiterlaufen, deine Karriere ist nicht gefährdet, alles Lügen. Alle deine Kooperationen sind weg, die drei kleinen Versuche sind kläglich gescheitert. Niemand wird mehr mit Laura Müller Werbung machen. Und wenn du dich weiter versteckst und an seiner Seite bleibst, wird sich das auch nicht ändern.“

Es ist allerdings mehr als fraglich, dass Laura auf dieses Angebot eingehen könnte. Die 20-Jährige stand stets zu ihrem Michael. Als der im Oktober begann, Verschwörungsideologien zu verbreiten, sagte sie: „Was wäre ich für eine Ehefrau, die ihn jetzt im Stich lassen würde?“ Und als Wendler mit seinem antisemitischen KZ-Vergleich noch einmal eindrucksvoll bewies, auf was für einem falschen Weg er ist, postete sie ein Blumenfoto, mit dem Satz: „Dieser Moment, wenn mein Schatz mir Rosen schenkt!“

Dabei könnte sie den Wendler und seine kruden Ansichten auf die Welt in Deutschland wohl relativ einfach hinter sich lassen. So behauptet es zumindest Timo Berger. Denn der behauptet, dass die Ehe zwischen Wendler und Laura in Deutschland noch gar nicht anerkannt sei. „Du bist nach wie vor Laura Müller, ledig“, sagte Berger. „Auch wenn du kein Konto hast in Amerika, kein Geld, keine Kreditkarte, egal, ich helfe dir.“

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Und dann zeichnete der Unternehmer der 20-Jährigen noch ein düsteres Bild von ihrer Zukunft, sollte sie bei ihrem Wendler bleiben. „Entscheide dich und überlege, welche Perspektive dein Leben an seiner Seite hat – isoliert von allen, keine Freunde, keine Einnahmen, kein Ansehen, einfach nichts“, prophezeite er. Irgendwann müsse sie einfach eine Entscheidung treffen und auch an sich selbst denken. „So weiterleben wie die letzten Monate wird auf jeden Fall zu keinem guten Ende führen.“