Michael Wendler sollte eigentlich im Oktober in Oberhausen auftreten, doch daraus wird jetzt nichts. Imago/Revierfoto

Für Michael Wendler scheint es ein Sieg epischen Ausmaßes zu sein, doch eigentlich ändert es an seiner Grundsituation nichts: Der Sitzungshaftbefehl gegen den Corona-Leugner wurde zwar aufgehoben. Auswirkungen auf den Prozess wegen Beihilfe zum Vereiteln einer Zwangsvollstreckung dürfte das Ganze nicht haben. 

Michael Wendler: Sitzungshaftbefehl aufgehoben

Im Juli wurde der Sitzungshaftbefehl vom Amtsgericht Dinslaken gegen Michael Wendler verhängt. Der Grund: Der ehemalige Schlagersänger hatte mehrere Gerichtstermine teilweise kurzfristig abgesagt. Zuletzt wurde das Gericht erst in letzter Minute darüber informiert, dass Wendler sich von seinem Anwalt vertreten lassen wolle. Und so verhängte die zuständige Richterin einen Sitzungshaftbefehl. Wenn Wendler also nach Deutschland käme, würde er festgenommen und dem Gericht zugeführt werden.

Doch dieser gilt nun nicht mehr, nachdem eine Beschwerde von Michael Wendler und seinem Anwalt beim Landgericht Duisburg erfolgreich gewesen ist. Eine entsprechende Verlautbarung von Michael Wendler auf seinem Telegram-Kanal wurde inzwischen auch vom Gericht gegenüber der Zeitschrift Bunte bestätigt. Offenbar wird die Lage dort so eingeschätzt, dass die Anwesenheit des Anwaltes reiche, um den Fall aufzuklären. Der ehemalige Schlagersänger Michael Wendler kündigte an, er werde weiter für sein Recht kämpfen. Er sei „weder kriminell, noch habe ich diese Straftat, die man mir vorwirft begangen“. 

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Claudia Norberg und Michael Wendler waren nicht nur Ehe- sondern auch Geschäftspartner. Imago/Tinkeres

Michael Wendler: Darum geht es in dem Strafprozess

Bei der betreffenden Straftat handelt es sich laut Gericht um Ungereimtheiten bei der Abwicklung der Plattenfirma CNI Records von Wendlers Ex-Frau Claudia Norberg im Rahmen von ihrer Insolvenz. Wendler sollen damals unter anderem Autorenanteile an 176 Musiktiteln überschrieben worden sein, um das Vermögen des ursprünglichen Rechteinhabers aus der Insolvenzmasse zu lösen.

Und abgeblasen ist der Prozess mit der Rücknahme des Sitzungshaftbefehls übrigens nicht. Wann er fortgeführt wird, und ob Michael Wendler dann auch anwesend sein wird, oder sich doch lieber von seinem Anwalt vertreten lässt, ist derweil unklar. Ebenso, wie die Frage, was die Aufhebung des Haftbefehls für etwaige Deutschland-Reisen des ehemaligen DSDS-Jurors bedeutet.

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Schließlich hatte Michael Wendler noch vor wenigen Wochen verkündet, ein vermeintliches Konzert in Oberhausen abzusagen, da er seinen Fans die Corona-Maßnahmen nicht zumuten wolle. Unklar blieb da jedoch, ob das wirklich der Grund für die Absage war, oder nicht eher der damals noch geltende Haftbefehl. Der ist nun weg. Eine Deutschlandreise hat der Wendler, der weiterhin von Florida aus antisemitische Verschwörungsideologien zum Coronavirus teilt, jedoch noch nicht angekündigt.