Das Kalush Orchestra gewann den ESC 2022 in Turin.
Das Kalush Orchestra gewann den ESC 2022 in Turin. AP/Luca Bruno

In der Ukraine tobt weiter der Krieg. Und so wird der Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr nicht beim diesjährigen Sieger ausgetragen, sondern in Großbritannien. Die BBC hat sich bereit erklärt, den Wettbewerb im kommenden Jahr im Vereinigten Königreich auszurichten, erklärte die britische Kulturministerin Nadine Dorries am Montag. Die genaue Gastgeberstadt steht noch nicht fest.

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) als Organisatorin des Wettbewerbs hatte bereits Mitte Juni erklärt, dass die ukrainische Rundfunkanstalt nicht in der Lage sein werde, die notwendigen „Sicherheits- und Betriebsgarantien“ zu leisten. Bereits damals kündigte sie Gespräche mit dem Sender BBC als Ausweichgastgeber an.

ESC soll vom „ukrainischen Geist“ durchdrungen sein

Die ukrainische Regierung hatte sich zunächst gegen die Entscheidung gewehrt, konnte sich mit ihren Einwänden aber nicht durchsetzen. Laut EBU willigte der ukrainische Sender UA:PBC nun ein, dass Großbritannien in Vertretung des diesjährigen Siegers einen ESC ausrichte, der vom „ukrainischen Geist“ durchdrungen sein werde.

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Dank einer überragenden Unterstützung des Publikums hatte die ukrainische Gruppe Kalush Orchestra Mitte Mai mit ihrem Song „Stefania“ den Sieg im ESC-Finale im italienischen Turin davongetragen.

Normalerweise ist das Siegerland Gastgeber des ESC im darauffolgenden Jahr. Der Sprecher des scheidenden britischen Premierministers Boris Johnson sagte am Montag, Johnson bedaure „zutiefst“, dass dies im kommenden Jahr nicht möglich sein werde.

„Der Eurovision Song Contest 2023 wird nicht in der Ukraine stattfinden, sondern zur Unterstützung der Ukraine“, versicherte UA:PBC-Chef Mykola Tschernotyzkyi in einer gemeinsamen Erklärung mit EBU und BBC. „Wir sind unseren BBC-Partnern dankbar, dass sie sich mit uns solidarisch zeigen.“

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Nach Angaben der EBU wird die Ukraine im großen Finale 2023 auf jeden Fall dabei sein. BBC-Generaldirektor Tim Davie kündigte an, der kommende Wettbewerb werde sowohl die ukrainische Kultur widerspiegeln als auch die „Vielfalt der britischen Musik und Kreativität“.