Ein gigantisches Spektakel – das ESC-Finale. dpa/Nderim Kaceli/LPS via ZUMA Press Wire

Beim Eurovision Song Contest lief eigentlich alles wie fast immer – Deutschland geht leer aus, die anderen gewinnen, alles ganz normal soweit … Oder etwa nicht? Wurde beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Turin etwa geschummelt? Zumindest für das zweite Halbfinale haben da die Veranstalter so ihre Zweifel.

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Danach kam es bei dieser Veranstaltung zu Unregelmäßigkeiten bei einer Abstimmung, so jedenfalls teilte es die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Freitag mit. Es besteht der Verdacht, dass sich die Jurys einiger Teilnehmer-Länder gegenseitig Punkte zugeschanzt haben.

Im Fokus des sich anbahnenden Skandals: Aserbaidschan, Georgien, Montenegro, Polen, Rumänien und San Marino. Als deren Jurys abstimmten, erkannten die Veranstalter „unregelmäßige Abstimmungsmuster“ – was auch immer das genau heißen mag. Die Vertreter dieser sechs Staaten sangen am Donnerstag um den Finaleinzug. Nur Rumänien, Aserbaidschan und Polen kamen weiter. Ob den Ländern Strafen drohen, wurde bisher nicht mitgeteilt.

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Im ESC-Halbfinale schoben sich angeblich manche Länder Jury-Punkte zu

Bekanntlich kann eine nationale Jury nicht für das eigene Land stimmen. Laut EBU fiel auf, dass vier der sechs Jurys, nämlich Aserbaidschan, Georgien, Rumänien und San Marino, fünf der jeweils anderen Länder unter die besten Fünf werteten. Montenegro platzierte die fünf anderen Länder unter den Top sechs und Polen setzte diese unter die Top sieben. Die Abstimmung gilt deshalb als unregelmäßig, weil die übrigen Jury-Länder fünf dieser sechs Länder weiter hinten einstuften – nämlich schlechter als Platz sieben.

„Eine Unregelmäßigkeit der Jury-Abstimmungsmuster solchen Ausmaßes ist beispiellos“, schrieb die EBU weiter. Die Abstimmungen der Jury in den Ländern und der Zuschauer sei essentiell für den Erfolg der Show, weshalb die EBU jegliche Regelverletzung sehr ernst nehme, hieß es in der Mitteilung weiter.