Diese Kette aus Gelbgold und Diamanten wechselte jetzt bei „Bares für Rares“ den Besitzer. Links: Kandidat Karim, Moderator Horst Lichter und Expertin Heide Rezepa-Zabel. Fotos: ZDF

Zu den Dingen, die in der erfolgreichen ZDF-Show „Bares für Rares“ gern und oft unter den Hammer kommen, gehört Schmuck – und zwischen billigen Ringen und wertvollen Colliers ist die Preisspanne hoch. Oft sorgen solche Stücke auch für kleine und große Überraschungen. Wie bei Karim Shebeika (29). Er wollte ein Armband verkaufen, das seiner Großmutter gehört, kam mit recht moderaten Preisvorstellungen ins TV-Studio. Und verließ mit einem Batzen Geld die Show!

„Bares für Rares“-Kandidat verkauft das Armband für seine Großmutter

„Ich habe ein Armband mitgebracht, das meiner Oma gehört. Die hat das ursprünglich von ihrem Urgroßvater bekommen“, erklärt er. „Da es aber keiner trägt, dachten wir, man könnte das in etwas nützlicheres umwandeln.“ Deshalb brachte der Student das gute Stück ins TV-Studio. Expertin Heide Rezepa-Zabel legt die Stirn beim Anblick des Stückes in Falten. „Frau Doktor zieht schon Sorgenfalten auf“, kommentiert Horst Lichter. „Nee, ich habe nur die Diamanten zusammengerechnet.“

Sie schaut sich das Schmuckstück ganz genau an. „Es ist eine wirklich wunderschöne Goldschmiedearbeit“, sagt sie. Auf der Schau-Seite seien große Diamanten eingearbeitet, 1,6 Karat kommen zusammen. „Die sind schön gefasst, rundherum auch noch mit Diamanten im Achtkant-Schliff. Es kommt ordentlich was an Feuer, Reflexionen und  Farbzerlegung rüber.“ Das Armband bestehe aus 585er-Gold, komme vermutlich aus dem deutschsprachigen Raum. Zeitlich ordnet Rezepa-Zabel das Armband bei den 30er-Jahren ein. „Der Zustand ist tipptopp. Die Fassungen sind nicht abgetragen, die Ösen nicht verbogen, es gibt keine Kratzer.“

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Schmuck-Expertin Heide Rezepa-Zabel gefallen bei „Bares für Rares“ vor allem die edlen Diamanten. Foto: ZDF

Was will der Verkäufer dafür haben? Er selbst habe keinen Wunschpreis, sagt Kandidat Karim. Doch seine Großmutter wolle 600 Euro dafür haben. „Das ist natürlich viel zu wenig“, sagt Rezepa-Zabel. „Das Armband bringt bereits an Goldwert 400 Euro auf die Waage. Darüber hinaus haben wir 1,6 Karat, die Qualität der Steine ist nicht zu verachten. Ich liege hier bei 1600 bis 1800 Euro.“

Bezahlen die Händler so viel? Ab geht es in den Händlerraum. Los geht es mit dem ersten Gebot von Fabian Kahl, er bietet 500 Euro. Doch schnell wird es immer mehr. Bei 800 Euro gerät die Gebote-Schlacht ins Stocken. „Da würde ich meine Oma enttäuschen.“ Deshalb legt Händlerin Elisabeth Nüdling einen gewaltigen Sprung hin, bietet 1200 Euro. Doch Kandidat Karim zögert noch immer. Für 1500 werde er es abgeben, sagt er. Sie darauf: „Treffen wir uns bei 1400?“ Er stimmt zu – und ist um 1400 Euro reicher!

Das bedeutet: Der Wunschpreis wurde mehr als verdoppelt. „Die Verhandlung lief ziemlich gut. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so gut hinkriege“, sagt Karim stolz. Er sei kein erfahrener Händler und etwas konfliktscheu. „Aber es lief ziemlich gut.“