Die deutsche Fernsehlandschaft trauert um einen ihrer prägendsten Moderatoren: Max Schautzer ist tot. Wie die Bild berichtet, verstarb die TV-Legende am Mittwochnachmittag im Alter von 84 Jahren in einem Kölner Krankenhaus.
Schautzer war eine Institution im deutschen Fernsehen. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, seinem Charme und seiner herzlichen Art begeisterte er Millionen von Zuschauern. Jahrzehntelang prägte er Sendungen wie das „ARD-Wunschkonzert“, die Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ und die Kultshow „Pleiten, Pech und Pannen“, die er selbst erfand und von 1986 bis 2003 moderierte. Unvergessen bleibt auch seine lange Ära bei „Immer wieder sonntags“, das er von 1973 bis 1993 präsentierte.
Ein Leben für das Fernsehen – und die große Liebe Gundel
Max Schautzer wurde am 13. August 1940 in Klagenfurt, Österreich, geboren. Seine Karriere begann er zunächst im Hörfunk, bevor er ab den 1970er-Jahren zu einem der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens aufstieg. Doch neben seiner beruflichen Leidenschaft gab es noch eine zweite große Liebe in seinem Leben: seine Frau Gundel.
Das Paar war 53 Jahre verheiratet – bis zu Gundels Tod am 26. Dezember 2021. Seitdem kämpfte Schautzer mit der Trauer. „Gundel fehlt mir an meiner Seite“, sagte er im Juni 2022 zur Bild. „Wenn man wie wir in 53 Jahren Ehe fast täglich zusammen war und plötzlich die Hälfte des Herzens weggerissen wird, dann fühlt man sich sehr einsam.“ Besonders berührend: Oft deckte er den Frühstückstisch versehentlich für zwei oder sprach in Gedanken mit seiner verstorbenen Frau.

„Er wollte einfach nicht mehr“ – Rückzug und stille Trauer
Eine enge Freundin des Moderators berichtete der Bild, dass sich Schautzer nach Gundels Tod zunehmend zurückzog. „Er war zuletzt eher in sich gekehrt, hat kaum noch gesprochen. Er konnte es nicht ertragen, wenn es auf Veranstaltungen fröhlich wurde – dann ging er lieber nach Hause.“ Seit Anfang Januar soll er im Krankenhaus gewesen sein. Die Freundin weiter: „Er war nicht krank, aber uns allen fiel auf, dass er immer weniger geredet hat. Er wollte einfach nicht mehr, ist friedlich in der Klinik eingeschlafen.“
Eine TV-Ikone, die den Nachwuchs förderte
Neben seiner Arbeit als Moderator engagierte sich Schautzer auch für den künstlerischen Nachwuchs. 2004 gründete er die Max-Schautzer-Stiftung, um junge Talente finanziell zu unterstützen. „Er war ein großer Entertainer mit einem riesigen Herz für die Branche“, so ein ehemaliger Kollege.
Sein Kinderwunsch blieb jedoch unerfüllt. „Jetzt wäre es schön, Kinder zu haben“, sagte er einmal. Doch in der frühen Ehezeit standen Karriere und Existenzaufbau im Vordergrund – irgendwann sei es dann zu spät gewesen.


