Mareile Höppner moderiert ab Dienstag „Extra - das RTL Magazin“.
Mareile Höppner moderiert ab Dienstag „Extra - das RTL Magazin“. dpa/RTL

Wer wöchentlich das Magazin Extra bei RTL schaut, dürfte am Dienstagabend etwas seltsam aus der Wäsche gucken: Die bekannte Boulevard-Show bekommt ein neues Gesicht! Ab diesem Jahr steht TV-Star Mareile Höppner für die Sendung vor der Kamera - und mit der ersten Folge des neuen Jahres feiert sie ihre Premiere. Höppner tritt damit in die Fußstapfen von Birgit Schrowange, die das Magazin bis 2019 moderierte, und ihren Nachfolgerinnen Annett Möller und Nazan Eckes.

Mareile Höppner moderiert ab Dienstag die Sendung „Extra“

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Bei Boulevard hat Mareile Höppner keine Berührungsangst. „Das Wort ,Boulevard' kommt ja im Ursprung von der eigentlich sehr schönen Idee, dass sich Menschen auf dem Boulevard über Themen unterhalten, die sie als so wichtig empfinden, dass man darüber gerne auf der Straße plaudern möchte“, sagt die TV-Moderatorin und Journalistin in einem Interview. „Ich habe es immer als meine Aufgabe gesehen, diese Geschichten genauso gut zu erzählen wie jede andere Nachricht auch. Und wenn man dabei immer am Menschen interessiert bleibt, können das sogar wichtige Nachrichten sein.“

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Am Dienstag (10.1., 22.35 Uhr) dürfte die 45-Jährige ihr Können erneut unter Beweis stellen. Dann hat sie bei RTL ihr Debüt beim Magazin „Extra“. Die langjährige Moderatorin der ARD-Sendung „Brisant“ ist das wohl bekannteste Gesicht im deutschen Boulevard-Fernsehen. Höppner gilt zum Beispiel als ausgezeichnete Kennerin des britischen Königshauses.

Die Moderatorin Birgit Schrowange stand für Extra lange vor der Kamera, schied 2019 aus.
Die Moderatorin Birgit Schrowange stand für Extra lange vor der Kamera, schied 2019 aus. dpa/Henning Kaiser

Das journalistische Handwerk hat die Tochter eines norddeutschen Lehrerpaars von der Pike auf gelernt. Sie sprach zu Beginn ihrer Karriere im Privatradio den Verkehrsfunk und die Wetternachrichten. Profitiert sie eigentlich noch davon? Höppner lacht. „Ich kenne das deutsche Autobahnnetz besonders gut und weiß immer noch, wie man eine Cumulus-Wolke erkennt. Das ist beides nicht sonderlich nützlich fürs Leben, könnte aber bei jedem Kreuzworträtsel eine echte Chance sein.“

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Höppner wechselte vom Radio als Reporterin zu RTL Nord in Kiel. Nach zwei Jahren als Wettermoderatorin übernahm sie 2002 bei „Guten Abend RTL“ die Hauptmoderation, bevor sie zu ProSieben und Sat.1 wechselte. Von 2009 bis 2012 fungierte sie als Gastgeberin der MDR-Talkshow „Riverboat“. Seit 2008 moderierte sie beim MDR das im Ersten ausgestrahlte Boulevardmagazin „Brisant“ - bis zum Herbst 2022.

Mareile Höppner: So denkt sie über ihre Rückkehr zum Sender RTL

Als Moderatorin von „Extra“ folgt Höppner auf Nazan Eckes - und freut sich über die Rückkehr zu RTL. „Ich freue mich auf das „Nach-Hause-Kommen“. Und das ist RTL für mich. Bei RTL habe ich damals angefangen und gelernt, mich für den Beruf zu begeistern. Menschen und ihre Geschichten – das war immer mein Antrieb und meine Leidenschaft.“

Gleichzeitig wechselt „Extra“ auch den Sendeplatz. Statt wie bisher montags läuft das Format im neuen Jahr dienstags in einer 90-minütigen Ausgabe ab 22.35 Uhr. „Die Zuschauer können sich (...) weiterhin auf ein volles Programm mit investigativen Reportagen, packenden Storys und informativen Verbrauchertipps freuen“, wirbt RTL. Und fasst zusammen: „Das Magazin zeigt, was die Menschen bewegt, und liefert wertvolle Hilfestellungen für den Alltag.“

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Höppner, die erst kürzlich offene Worte über den Schlaganfall ihrer Mutter und dessen Folgen gefunden hat, hat die nötige Bodenhaftung. Über das Thema Pflege zum Beispiel sagt sie: „Ich glaube, dass Pflege im Allgemeinen viel zu wenig thematisiert wird. Pflege in Pflegeeinrichtungen vielleicht manchmal noch mehr, weil sie gerade durch Corona stärker im Fokus standen, aber in einer immer älter werdenden Gesellschaft sollte uns dieses Thema alle besorgen und beschäftigen, und wir sollten uns fragen, wie wollen wir alt werden und wer sorgt für mich? Ich glaube, dass wir in Deutschland bei diesem Thema viel zu lange die Augen verschlossen haben.“