Society-Star Paris Hilton hat mit ihren 40 Jahren schon einiges erleben müssen.  dpa

Seit dem Horror, den sie als Teenager auf einem Internat erleben musste, litt sie unter Albträumen. Doch jetzt verriet Paris Hilton, dass diese nach über 20 Jahren nun endlich aufgehört hätten. Der Schlüssel dafür war, dass die 40-Jährige über ihre traumatischen Erlebnisse in ihrer Dokumentation „This Is Paris“ gesprochen hatte. Dem Wall-Street-Journal-Magazin verriet sie jetzt: „Ich habe an schweren Schlafstörungen gelitten. Aber seitdem ich meine Doku aufgenommen habe und mich für andere Kinder in ähnlicher Situation wie ich damals einsetze, ist ein echter Heilungsprozess eingetreten. Ich habe keine Albträume mehr!“

Paris Hilton fokussiert sich auf ihre Hochzeit mit Carter Reum

So kann sich die 40-Jährige gerade mit voller Energie ganz um das neuste Kapitel in ihrem Leben kümmern: die Hochzeit mit ihrem Verlobten Carter Reum. Den Weg zum Altar lässt Reality-Star-Profi Paris natürlich mit Kameras dokumentieren: für ihre neuen Dokuserie „Paris in Love“. Laut Hilton verlaufen die Vorbereitungen bislang alles andere als stressfrei: „So viele perfekte Orte für eine Hochzeit sind bereits ausgebucht, weil viele Paare wegen der Pandemie ihre Zeremonie aufschieben mussten. Bisher ist jeder Ort, den ich wollte, bereits vergeben!“ Die Suche geht weiter.

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Schwere seelische und körperliche Misshandlungen in einem Internat in Utah

In ihrer „This Is Paris”-Doku hatte Paris verraten, dass sie mit 17 Jahren auf dem Provo Canyon School Internat in Utah seelisch und körperlich schwer misshandelt wurde. Auf das Internat hatten ihre Eltern Rick und Kathy Hilton sie geschickt, weil sie sich gegen deren strenge Regeln aufgelehnt hatte, indem sie ständig heimlich auf Partys ging. So landete Paris auf der Schule, die auf verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche spezialisiert war. Mit der Ankunft dort wurde ihr für die nächsten elf Monate das Leben zur Hölle gemacht: „Angeblich war es eine Schule, doch der Fokus lag nicht auf Unterricht. Stattdessen wurde ich mit dem Moment des Aufwachens bis zum Zubettgehen angebrüllt. Die Lehrer und Angestellten haben mich durchgehend gequält und wollten, dass ich mich schlecht fühle. Ihr Ziel war es, uns zu brechen.“

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Und es blieb nicht bei dem verbalen Missbrauch. Laut Hilton wurden die Mitarbeiter des Internats auch gewalttätig – mit ihr und anderen Schülern: „Sie haben uns körperlich misshandelt. Sie haben uns geschlagen und gewürgt. Sie wollten uns Angst einimpfen, weil wir aus Furcht dann nicht mehr aus der Reihe tanzen würden.“ Als eine Mitschülerin sie anschwärzte, dass sie Fluchtpläne hegte, kam Paris in Isolierhaft: „Ich wurde 20 Stunden am Tag allein in einen Raum gesperrt. Als Strafe. Ich entwickelte Panikattacken und habe jeden Tag geweint. Ich fühlte mich wie eine Gefangene und hasste mein Leben.“

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Paris Hiltons Eltern glaubten ihrer Tochter nicht und versagten ihr Hilfe

Ihre Versuche, ihre Eltern zu verständigen, waren lange vergeblich. Denn die Schüler durften nur alle drei Monate ihre Familien kontaktieren. Als Paris dann die Gelegenheit wahrnahm, ihren Eltern von den schlimmen Zuständen zu erzählen, wurde ihr schnell der Hörer aus der Hand gerissen: „Ich bekam unglaublich Ärger. Sie haben mir eingebläut, dass mir eh niemand glauben würde, weil sie den Eltern erzählen, dass die Kinder lügen. So hatten meine Eltern keine Ahnung, was vor sich ging.“

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Sobald sie 18 wurde und volljährig war, verließ Hilton die Schule und ging 1999 nach New York. Sie erzählte niemandem von den schlimmen Vorkommnissen: „Ich war einfach nur so dankbar, da raus zu sein. Ich konnte und wollte nicht mehr darüber reden, weil ich mich geschämt habe.”

Erst 21 Jahre später war Hilton in der Lage, ihr Trauma aufzuarbeiten. Sie startete dazu eine Kampagne, um andere Schulen und Internate für verhaltensauffällige Kinder zur Verantwortung zu ziehen. Die Provo Canyon School ist seit 2000 unter neuer Führung und weist jede Verantwortung für die Jahre davor zurück. Hilton: „Ich will, dass Horte, die noch immer mit psychischer und körperlicher Misshandlung arbeiten, geschlossen werden. Dafür setze ich mich ein!“