Hollywoodstar Tom Cruise gilt als das prominenteste Mitglied der religiösen Sekte Scientology. Foto: AFP/Chris Delmas

Er wartet nur darauf, dass sie älter wird – damit er sie von ihrer Mutter weg und in die Church of Scientology holen kann.“ Leah Remini ist überzeugt, dass Tom Cruise einen „Langzeitplan“ hat, seine Tochter Suri zur Scientologin zu machen: „Für Scientology ist Katie Holmes eine ‚unterdrückende Person‘, also eine Feindin. Und deshalb glaubt Tom, so wie alle Scientologen, dass er wegen ihrer Mutter nicht mit seiner Tochter verbunden sein kann.“

Die „King of Queens“-Schauspielerin enthüllt in der „New York Post“, dass sie sehr überrascht war, als Holmes ihren Mann Tom 2012 plötzlich verlies: „Ich kannte Katie, als sie bei Scientology war. Sie schien sehr von Toms Welt indoktriniert worden zu sein. Aber später habe ich begriffen, dass sie nur so getan hat, um ihre Tochter zu beschützen. Ich nehme an, es gibt eine Art Abmachung, um Suri zu schützen.“

Lesen Sie auch: Er spielte Arthur Spooner: „King of Queens“-Schauspieler Jerry Stiller ist gestorben >>

Die 50-Jährige ist „sehr stolz“ auf Holmes, dass „sie Suri aus etwas potentiell sehr toxischen und gefährlichen bewahrt hat.“ Remini glaubt, dass Cruise nur darauf wartet, dass die 14-Jährige volljährig wird und ihre eigenen Entscheidungen treffen kann. So wie, dass sie zur Scientology konvertiert.

Tom Cruise' Ex-Frau, Schauspielerin Katie Holmes und ihre Tochter Suri bei einem Auftritt 2017 Foto: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Remini war 9 Jahre alt, als ihre Mutter in die Church of Scientology eingetreten war. Nach über drei Jahrzehnten stiegt sie 2013 aus, weil sie vom Führungsstil des Sektenbosses David Miscavige desillusioniert war. Zwei Jahre später brachte sie ihre Memoiren raus, in denen sie mit Scientology abrechnete.

Ab 2018 zog sie dann mit einer Doku-Serie, in der Scientology-Aussteiger zu Wort kommen, gegen die Sekte ins Feld. Die rächt sich seither mit einer Schmierkampagne gegen die Schauspielerin, die ihr Haus regelmäßig nach Wanzen und versteckten Kameras durchsuchen lässt.

Leah Remini bei der Vorstellung ihrer Memoiren im Jahr 2015 Foto: Imago

Aus ihrer Abneigung gegen ihren Hollywoodkollegen Cruise („er ist kein guter Mensch“) macht Remini schon länger keinen Hehl mehr. Der Hauptgrund: „Er schaut bis heute nur zu, wie die Leben von Menschen zerstört werden. So wie das der Ehefrau seines besten Freundes, Shelly Miscavige, die seit 15 Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde.“