Tom Cruise bei der Premiere seines neuen Films „Top Gun: Maverick“. dpa/AP/Alberto Pezzali

Die Premiere von „Top Gun: Maverick“ wurde wegen der Pandemie um zwei Jahren nach hinten verschoben. Und für Tom Cruise (59) wuchs der Druck als Produzent, so, wie es andere Studios mit ihren Blockbustern getan hatten, die Fortsetzung seines Kultfilms von 1986 auf einer Streaming-Plattform zu veröffentlichen. Doch davon wollte der Star nichts hören: „Das würde bei mir niemals passieren. Und das wird auch niemals in der Zukunft passieren!“

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Die Leinwand ist Ihnen also heilig, obwohl wir in Zeiten leben, wo Kinos an Bedeutung verlieren?

Ich werde das Kino immer unterstützen. Und alle Leute, die dort arbeiten – egal ob sie Eintrittskarten oder Popcorn verkaufen. Ich weiß, wie hart gerade für sie die letzten zwei Jahre waren. Ich verspreche Ihnen, dass meine Filme auch in Zukunft Kinofilme sein werden!

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Was macht Kino für Sie so besonders?

Kino vereint uns alle. Verschiedene Sprachen, Kulturen und Ideen. Und wenn ich einen Film für die Großleinwand drehe, wird dieser auf eine ganz bestimmte Art und Weise erzählt. Ich will, dass meine Filme nachwirken – nicht nur für das Eröffnungswochenende, sondern noch Jahre später. Ich habe dann natürlich kein Problem damit, wenn meine Filme irgendwann auf anderen Plattformen laufen und Menschen erreichen.

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Tom Cruise als Captain Pete „Maverick“ Mitchell in einer Szene des Films „Top Gun: Maverick“. dpa/Paramount Pictures

Bei Ihnen hat man immer das Gefühl, dass Sie zum Action-Star geboren wurden.

Ich erinnere mich, dass ich schon als kleiner Junge, vielleicht war ich vier Jahre alt, unbedingt Filme machen wollte. Ich wollte Flugzeuge fliegen und Abenteuer erleben.

Klingt, als ob Sie als Junge ziemlich wild waren!

Ich habe immer wilde Dinge gemacht! Ich bin immer die größten Bäume hochgeklettert und war ein echter Träumer. Ich habe ständig Storys geschrieben und habe mir Figuren ausgedacht.

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Klingt nach einer unbeschwerten Kindheit

Ich hatte schon auch Pflichten. Als ich älter wurde, musste ich als Teenager helfen, zum Familieneinkommen beizutragen. Ich habe Rasen gemäht, Schnee geschaufelt und ich bin von Tür zu Tür gezogen und habe Weihnachtskarten verkauft. Wenn ich etwas Geld übrig hatte, bin ich ins Kino gegangen. Im Film mitzuspielen, das war mein großer Traum.

„Top Gun: Maverick“ kommt am 26.5.2022 in die deutschen Kinos. dpa/Paramount Pictures

Wann hat der sich erfüllt?

Ich war 18 und habe bereits nach meinem zweiten Vorsprechen für eine Rolle einen kleinen Part bekommen. Es war in „Die Kadetten von Bunker Hill“. Es war so surreal, plötzlich war ich an einem echten Filmset, wovon ich so lange geträumt hatte. Ich habe alles aufgesogen wie ein Schwamm. Habe genau geschaut, wie alles funktioniert. Ich war nämlich überzeugt, dass ich nie wieder vor der Kamera stehen würde. Ich wollte deshalb meine Chance nutzen und einen kompletten Einblick in die Branche zu bekommen.

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Und das ist Ihnen gelungen?

(lacht) Ja, ich habe alle am Set genervt, indem ich in ihrem Bereich aufgetaucht bin und ihnen Löcher in den Bauch gefragt habe. Dann habe ich mir alles dazu durchgelesen, was ich finden konnte.

Tom Cruise und Kelly McGillis spielten 1986 zusammen im ersten Teil von „Top Gun: Sie fürchten weder Tod noch Teufel“. imago images/UnitedArchives

Sind Sie ein guter Zuhörer?

Ich bin vor allem jemand, der zugibt, wenn er etwas nicht versteht. Ich habe keine Angst davor, andere zu fragen, die Dinge besser können oder wissen als ich.

Was ist das Beste daran, ein Filmstar zu sein?

Dass ich mir meinen größten Traum erfüllen darf. Ich wollte um die Welt reisen, in verschiedenen Ländern arbeiten und Teil der Kultur von den Menschen dort werden. Ich wollte nicht nur Tourist sein, sondern Menschen aus den verschiedenen Ecken unserer Erde treffen.

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Warum ist Ihnen das so wichtig?

So bekam ich einen Einblick, worüber andere Leute lachen, worüber sie sich freuen und was ihnen nahegeht. Meine Filme sind immer auch eine Hommage an die Menschen in den Ländern, in denen wir drehen. Filme sollten Brücken bauen!

Tom Cruise dreht in seinen Filmen die Action-Szenen in der Regel selbst. Paramount Pictures

Sie haben alles erreicht in Ihrer Karriere. Was hat man da noch für Ziele?

Es hat sich für mich nichts verändert, seitdem ich mit 18 zum ersten Mal vor der Kamera stand und dachte: „Bitte lass mich das doch bis zum Ende meines Lebens machen dürfen. Ich werde es niemals als selbstverständlich hinnehmen!“ Ich habe das große Privileg, dass Menschen meine Filme mögen. Nicht immer und nicht alle – aber genug.

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Sie sind dafür bekannt, dass Sie alle Ihre Stunts selbst machen und Ihr Leben damit riskieren. Gab es noch nicht den Moment, wo Sie dachten: „Ich bin dazu jetzt zu alt, ich habe Kinder und eine erfolgreiche Produktionsfirma – warum tu ich mir das noch an?“

Niemand hat Jean Kelly gefragt: „Warum tanzt und singst du selbst?“ Wenn ich in einem Musical wäre, würde ich auch herausfinden wollen, ob ich in der Lage bin, selbst zu singen und tanzen. Ich habe im Laufe der Zeit Fähigkeiten erworben, wie Fallschirmspringen, Hubschrauberfliegen und Luftakrobatik durchführen zu können. Ach ja, und ich nehme Tanz- und Gesangsunterricht (Cruise zeigt sein berühmtes Zahnpastagrinsen.)