Schauspieler Alec Baldwin hat versehentlich beim Dreh eine Frau erschossen. Imago/Zuma-Wire

Es ist ein absolutes Drama. Alec Baldwin sollte für den neuen Western „Rust“ Schüsse aus einer Filmwaffe abfeuern. Doch irgendetwas ging dabei gehörig schief! Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich von einem Projektil getroffen, Regisseur Joel Souza wurde angeschossen und kam mit Verletzungen ins Krankenhaus. Noch immer ist nicht klar, was genau am Set passierte. Nun äußert sich der Mann der Verstorbenen.

Alec Baldwin und der Mann von Kamerafrau Halyna Hutchins haben bereits gesprochen

Im Gespräch mit der britischen Daily Mail sagte Matthew Hutchins, der als Anwalt arbeitet: „Ich habe mit Alec Baldwin gesprochen und er hat mich sehr unterstützt.“ Es gebe nun viel zu regeln. Das bringe es leider mit sich, wenn ein Familienmitglied sterbe. Er kündigte an, sich bald mit einem ausführlichen Statement zu melden, sobald er sich dazu bereit fühle. 

Bereits Stunden zuvor bestätigte auch ein bemerkbar angefasster Alec Baldwin, dass er mit der Familie der Toten in Kontakt stehe. „Es gibt keine Worte, mit denen ich meinen Schock und meine Trauer über diesen tragischen Unfall ausdrücken könnte, der Halyna Hutchins das Leben gekostet hat“, schrieb er dazu auf Twitter. Und:  „Sie war eine Ehefrau, Mutter und eine Kollegin, die wir tief verehrt haben. Ich kooperiere voll und ganz mit den Ermittlungen der Polizei, die herausfinden müssen, wie diese Tragödie möglich war.“

Hier wurde der Film Rust gedreht. Hier ereignete sich die Tragödie mit der Film-Pistole. Imago/Zuma Wire

Hollywood-Drama am Set von Alec Baldwin: Wie konnte es zu dem Unglück kommen?

Das ist nämlich noch immer ungeklärt. Sicher scheint: Kurz vor Beginn der Szene wurde Baldwin die Film-Waffe in die Hand gedrückt. Um was für eine Waffe es sich handelt, ist unklar. Da hier ein Western gedreht wurde, könnte es sich um einen Revolver gehandelt haben. Sicher ist das nicht. 

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Dennoch verdichten sich die Hinweise, dass die Waffe, die Baldwin beim Dreh benutzte, eine echte Patrone enthalten haben muss. Das bestätigte auch die Gewerkschaft der Requisitenmeister (IATSE) in einer Mail an ihre Mitglieder. Wie es dazu kommen konnte, ist völlig unklar. Ein Sprecher der Polizei: „Wir ermitteln weiter in dem Fall. Bisher gibt es keine strafrechtlichen Konsequenzen für die Beteiligten. Wir verhören weiter Zeugen des Vorfalls.“

Derweil gibt es Berichte über unzureichende Sicherheitsvorkehrungen am Set zum Low-Budget-Film „Rust“. Laut einem Bericht der Los Angeles Times vom Freitag sollen sich Mitarbeiter am Set über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und schlechte Bedingungen wie lange Arbeitszeiten beschwert haben. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, mehrere Mitarbeiter der Kamera-Crew hätten wenige Stunden vor dem tödlichen Vorfall aus Protest gegen die Arbeitsbedingungen den Drehort verlassen. Die in Hollywood üblichen Sicherheitsprotokolle seien nicht strikt befolgt worden, hieß es.