Sarah Lombardi steckte unter der Skelett-Maske. Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa

Millionen Zuschauer sahen am Abend das Finale der Musik-Show „The Masked Singer“ auf Pro7 – sie verfolgten, wie die verbleibenden sechs Stars im Wettbewerb antraten, wie sie sangen. Und wie sie letztendlich ihre Masken fallen lassen mussten. Doch nicht nur Performances und Enthüllungen durften die Zuschauer bestaunen, sondern auch die zahlreichen Werbepausen. Auf Twitter wurde gerade dieses Thema heftig diskutiert, es hagelt Kritik am Sender.

Gegen 0.30 in der Nacht fiel auf der Bühne von „The Masked Singer“ die letzte Maske – im Skelett-Kostüm hatte sich in den vergangenen Wochen Sängerin Sarah Lombardi verborgen. Sie hat die kunterbunte Musik-Show gewonnen. Und ist doch nicht die einzige Siegerin des Masken-Spektakels. Auch der Sender Pro7 steht mit den Traum-Quoten der Finalshow auf der Seite der Gewinner: Die Sendung erreichte am Dienstagabend rund 3,65 Millionen Zuschauer, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag laut „Quotenmeter“ bei 14,8 Prozent. Zugegeben: Im Vergleich zu den ersten beiden Staffeln fielen die Zahlen niedriger aus. Beim Finale der ersten Staffel im Sommer 2019 saßen mehr als 4,3 Millionen Zuschauer vor den TV-Geräten, in der letzten Show von Staffel zwei waren es sogar umwerfende 5,34 Millionen.

„The Masked Singer:“ Werbe-Flut sorgt für massive Kritik

Doch von denen, die zuschauten, gab es auch Kritik. Schon in den vergangenen Wochen hatte ein Thema die Gemüter erhitzt: Die Flut an Werbepausen. Die Reaktionen darauf fielen auch während der Final-Show negativ aus, viele beklagten sich unter anderem in Kommentaren auf Twitter über zu viele Unterbrechungen. „Ich gucke immer nur die erste Folge #MaskedSinger damit ich alle einmal gehört habe und gucke mir dann Mittwochs an wer wer war“, schreibt etwa eine Nutzerin. „Würde es sehr gerne gucken, aber die Menge an Werbung und das an einem Wochentag ist einfach unerträglich. Sagt jemand der Hauptberuflich Werbung macht.“

Ein anderer Nutzer kritisiert: „Wenn jemand ‚The Masked Singer‘ mal kaputt bekommt, dann ProSieben selbst, weil man es einfach abnormal lang streckt - an einem Wochentag bis 00.30 Uhr. Aber dass das Privatfernsehen Erfolge melkt, ist ein seit Jahrzehnten immer wieder gemachter Fehler. Sonst wie immer super Show.“ Vor allem die dadurch in die Länge gezogene Sendezeit fiel einigen unangenehm auf. Ein Twitter-Nutzer schreibt: „Es reicht jetzt wirklich mal mit dem in die Länge ziehen... die Leute müssen heute auch noch arbeiten und vorher auch noch schlafen. Die nächste Staffel bitte samstags oder mit weniger ziehen/werbung. Danke.“

Erst um 0.30 Uhr fiel die Skelett-Maske - das Video zeigt den Moment.

Video: Youtube

Doch es gibt auch Stimmen, die den Sender unterstützen. Schließlich koste die Produktion der Show auch Geld – allein die Kostüme schlagen zu Buche. Jedes koste im Schnitt zwischen 15.000 und 20.000 Euro, die Produktion in Handarbeit dauere pro Exemplar rund 300 Stunden. Ein Twitter-Nutzer: „Ich verstehe euch wieso ihr so viel Werbung schaltet. Diese Sendung ist Teuer, ihr bekommt keine Rundfunkgebühren. Wie also sonst bezahlen, denn wie ich tippe mittleren bis hohen 6stelligen Betrag (500.000+). Also ich versteh euch und finde das gut!“

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Aber: Wie viel Werbung steckte wirklich in der Final-Show? Ein Twitter-Nutzer rechnete mit, dokumentierte jede Werbepause. „Irstrash“ zählte sieben Werbeunterbrechungen mit einer Gesamtdauer von 70 Minuten. Bei einer Sendezeit von rund 255 Minuten macht das knapp ein Viertel der Sendezeit aus. Heißt: Ohne Werbepause wäre bereits um 23.20 Uhr Schluss gewesen mit der Masken-Sause.

Trotz dieser Kritik kann sich Pro7 für das Format feiern: Auch diese Staffel begeisterte die Zuschauer. Einziger Minuspunkt: Die Enthüllungen der verbleibenden Promis blieben wenig überraschend, Zuschauer und Jury tippten in den meisten Fällen auf die richtigen Kandidaten. Die Schwarmintelligenz macht’s möglich. Im Plüsch-Alien steckte tatsächlich Alec Völkel von „The BossHoss“, das Erdmännchen-Paar wurde gespielt von Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis, im Nilpferd versteckte sich TV-Koch Nelson Müller und den Anubis gab Pop-Sänger Ben Blümel.