Der „Monstronaut“ ist eine der Figuren der neuen „Masked Singer“-Staffel Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa

Es ist ein Format, das Rekorde bricht: Millionen Zuschauer zieht es wöchentlich vor die Fernsehgeräte, wenn im TV „The Masked Singer“ läuft. Die verrückte knallbunte Show, bei der Promis in aufwendig gestalteten Kostümen um die Wette singen, lockte allein am Dienstag – da wurde die erste Folge der vierten Staffel ausgestrahlt – 3,65 Millionen Menschen vor die Fernsehgeräte. Zugegeben: Das Format an sich ist skurril genug – doch gerade hinter den Kulissen eines so schrägen Formats gibt es Dinge, die nicht unbedingt der Normalität entsprechen. KURIER hat sieben Kuriositäten aus der Produktion der Sendung zusammengetragen.

1. Sogar auf dem Klo ist Sicherheit das A und O

Das größte Geheimnis der Show sind die teilnehmenden Stars – nur acht Menschen aus dem Produktionsteam wissen laut Senderangaben, wer sich unter den Masken versteckt. Damit das auch so bleibt, werden die Promis abgeschirmt, müssen auch außerhalb ihrer eigentlichen Bühnen-Outfits Masken tragen. Laut Pro7 sogar, wenn sie zur Toilette müssen! „Damit niemand am stillen Örtchen zufällig erfährt, wer unter den Masken steckt, müssen die Promis ihr Gesicht beim Toilettengang verhüllen“, heißt es in einer Veröffentlichung des Senders. „Vorsicht ist besser als Nachsicht!“ Jeder Promi hat übrigens auch einen eigenen Bodyguard, die Sicherheitskräfte bewachen die schalldichten Garderoben der Stars.

2. Tontechniker werden zu Kostümbildnern

Die riesigen Kostüme entstehen in den Werkstätten von Kostümbildnerin Alexandra Brandner und Maskenbauerin Marianne Meinl – mit ihrer Arbeit heimsten die beiden Frauen sogar einen Deutschen Fernsehpreis ein. „Wir sind Möglichmacher und setzen um, was uns vorgegeben wird“, sagt Meinl. Damit das klappt, sind aber auch die Tontechniker am Prozess beteiligt! Pro7 dazu: „Die Experten wissen genau, was am und im Kostüm vorhanden sein muss, damit die Zuschauer die Stimmen der Promis perfekt hören können.“

Beim Kostüm des Flamingos dauerte die Herstellung satte 600 Stunden. Foto: Willi Weber/ProSieben/dp

3. Die Kostüme brechen alle Rekorde

Dass die Kostüme nicht von der Stange sind, dürfte jedem TV-Zuschauer klar sein. Wie aufwendig sie gestaltet sind, verrät ein Überblick auf der Website der Show. Hier ist für jedes Kostüm die Anzahl der Arbeitsstunden angegeben – bei dem der Piraten-Schildkröte dauerte es etwa rund 400 Stunden bis zur Fertigstellung, beim plüschigen Quokka waren es demnach 300 Stunden. Das australische Beuteltier am DJ-Pult trägt übrigens Schuhe der Größe 76,5. Beim Kostüm des Flamingos dauerte die Herstellung sogar satte 600 Stunden. Der Grund: Es ist mit 20.000 Swarowski-Kristallen besetzt, ganze 2,5 Meter hoch – und wird ergänzt durch ein Federkleid aus rund „4000 handgefärbten und mit Strass besetzten Straußen-, Marabu- und Hühnerfedern“, so der Sender. Im Durchschnitt kostet die Herstellung eines Kostüms rund 15.000 Euro. Übrigens: Laut Sender ist die Herstellung der Bühnen-Kleider zu 90 Prozent Handarbeit!

4. Ursprünglich waren die Masken aus Papier

Der Masken-Spaß kommt natürlich aus dem asiatischen Raum. Genauer gesagt: aus Südkorea. Die Premiere wurde hier schon im Jahr 2015 gefeiert, der klangvolle Name der Show lautete „Mystery Eumakshow Bongmyeongawang“. Da ist „The Masked Singer“ schon etwas leichter auszusprechen, oder? Übrigens: In der Original-Show trugen die Sänger, die auftraten, Masken aus Papier. Erst die Amerikaner führten später die aufwendigen Kostüme und die Indizien-Videos ein. In den Jahren danach entwickelte sich das Konzept zum weltweiten Erfolg. Sogar Peru, Myanmar und Estland haben Ableger. In Deutschland lief die erste Staffel vom 27. Juni bis zum 1. August 2019 – und sie schlug ein wie eine Bombe. Das Finale erreichte mit 4,34 Millionen Zuschauern die bis dahin höchste jemals gemessene Einschaltquote einer Pro7-Show.

5. In Österreich tritt ein riesiger Germknödel an

Nicht nur in Deutschland ist gerade eine neue Staffel der Masken-Sause gestartet, auch unsere Nachbarn in Österreich dürfen sich momentan über das geheimnisvolle TV-Format freuen. Und auch dort sind die Kostüme äußerst spannend: Die Macher des Formats, das dort übrigens von Mirjam Weichselbraun moderiert wird, habe sich an den großen und kleinen Eigenarten der Alpenrepublik orientiert. Eines der schönsten Kostüme ist wohl der XXL-Germknödel mit glitzerndem Mohn-Streu auf dem Kopf. Auch eine große Weintraube ist dabei. Die Donau-Nymphe wird von Kritikern hingegen eher mit einer Wasserleiche verglichen …